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Als Führungskraft souverän sein

Claudia Heipertz quicktipp

Quicktipp – Dem Chaos souverän begegnen.

Souverän sein bedeutet nicht „cool sein“. Je mehr jemand in verantwortlicher Position versucht über den Dingen zu stehen, desto weniger souverän kann er tatsächlich sein. Souveränität entsteht aus der inneren Gewissheit, dass alles in dir richtig ist. Wer versucht „cool“ zu sein, lehnt die „uncoolen“ Teile ab. Das sind oft die empfindsamen, zarten und vermeintlich „schwachen“.

Wahre Souveränität entsteht, wenn diese zarten Anteile ebenfalls da sein dürfen.

In dem heutigen Quickie erfährst du mehr darüber:

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Souverän sein

Fast jeder Klient (f/m), mit dem ich in den letzten Jahren zu tun hatte, hat in irgendeiner Form souverän sein wollen. Diese Souveränität war oder ist für viele gleichbedeutend mit „über den Dingen stehen“ und in gewisser Weise stimmt das auch. Wenn du jedoch versuchst, über den Dingen zu stehen, dann erreichst du Souveränität so gut wie nie.

Wie also kannst du Souveränität erreichen?

Da geht die Reise in eine ganz andere Richtung. Dieser Wald ist total chaotisch. Hier gibt es nichts was irgendwie aufgeräumt ist. Hier ist totales Chaos. Überall liegen Äste herum, die irgendwann verrotten. Die Natur bringt die Dinge in Ordnung. Niemand beschwert sich. Und genauso ist das auch mit uns Menschen. Die Unordnung in uns ist unsere Menschlichkeit. Die Dinge, die wir nicht mögen, sind das was uns menschlich macht. Unsere Macken machen uns liebenswert.

Ich hab kürzlich eine tolle Erfahrung gemacht. Ich war auf einer Veranstaltung – der InspiCon. Ein Vortrag hat mich so sehr berührt – der Vortrag von Shailia Stephens – das mir die Tränen kamen. Ich war ein bisschen undicht sozusagen. Mir lief das Wasser aus den Augen. Ich konnte überhaupt nicht mehr stoppen. Später kam eine Frau zu mir, die an meinem Workshop teilgenommen hatte. Sie sagte mir, dass sie genau aus diesem Grund an diesem Workshop teilgenommen hätte, weil ich meine Tränen hatte fließen lassen.

Ich habe nicht mehr nachgefragt, weil ich noch so berührt war. Erst einige Stunden später kam ich wieder ganz zur Ruhe. Ja, und das sind eben solche Momente, in denen wir ganz wir selbst sind. Viele Führungskräfte denken, dass wir das nicht sein dürften. Dass wir die Dinge immer im Griff haben und irgendeine Form von Perfektion erreichen müssten. Souverän werden wir aber dann, wenn wir uns in unserer Menschlichkeit sein lassen, akzeptieren und selbst mögen. Warum ist das so? Weil uns in diesem Momenten, wenn wir uns selbst akzeptieren, an dieser Stelle nicht mehr angreifbar sind. Was ist das dann anderes als Souveränität?

Weitere Quicktipps und Anregungen zu achtsamer Selbstführung findest auf meinem YouTubeKanal.

Deine

Claudia

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