Alles über achtsame Markenführung Entspannt erfolgreich

Annehmen was ist – Was wäre, wenn alles genauso richtig wäre?

Annehmen was ist

In der letzten Zeit habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt. Mein Körper war schwer und schmerzhaft. So manches Symptom hätte mir so richtig Angst machen können aber ich kenne meinen Körper inzwischen sehr gut.

Er funktioniert, wie ein Uhrwerk. Tut er das nach meinem Empfinden mal nicht, ist das für mich ein Moment in dem er zu mir spricht. Was er sagt, sind in erster Linie diese drei Worte:

Annehmen was ist!

Werde ich dann still und erlaube ihm, genau so zu sein, wie er gerade eben ist, beginnt er mit mir zu sprechen. Häufig ist es genau die Antwort, die ich brauche, um mit den Symptomen leichter umgehen zu können. Mehr noch, wenn ich meinen Körper als Sprachrohr meiner Seele betrachte und nur lange genug in Stille nach innen lausche, höre ich glockenklar meine innere Stimme.

Er bringt mich mit meiner Intuition in Kontakt.

Ohne „Warum“ fragen

Wenn ich früher starke Gefühle oder körperliche Symptome hatte, bin ich panisch geworden. Für eine kurze Zeit passiert mir das auch heute noch. Da aber kaum etwas geholfen hat, das Ärzte mir verschrieben habe, musste ich lernen mit unangenehmen Empfindungen umzugehen. Nach langem Suchen nach einem Mittel, das diesen Zustand beenden würde, kam mir diese Frage in den Sinn:

Was wäre, wenn das alles genau so richtig wäre?

Diese Frage führte mich endlich weg von dem „Warum ist es so?“ und „Wie bekomme ich es weg?“ zum „Wie ist es denn?“ und „Was bedeutet das für mein Leben?“. Diese Fragen haben alles verändert. War ich früher verzweifelt, wenn mich wieder einmal eine massive Schwäche oder ein anderes Symptom heimsuchte, gelang es mir nun, mit den Symptomen still zu werden und zu lauschen.

Still werden und lauschen

Ich bin ein Mensch, der sehr viel Zeit für sich braucht. Zu viel Ablenkung und Alltagsrauschen bekommen mir nicht. Deshalb ziehe ich mich häufig in die Stille zurück. Dann schalte ich soweit möglich alle Außeneinflüsse ab. Es hat sich gezeigt, dass eine Stunde Stille am Tag mein Minimum sind, um meine Energien zu erhalten. In dieser Zeit bin ich nicht unbedingt tatenlos. Es ist nur still.

In der Stille stellt sich mein Geist inzwischen automatisch auf wahrnehmend um, d. h. ganz egal, was ich gerade tue, in der Stille ist der innere Beobachter aktiv. Dieser Beobachter lauscht, spürt und fließt von Moment zu Moment mit.

Wahrnehmend sein ist köstlich und süß - fast so als würdest du ein Geheimnis entdecken! Klick um zu Tweeten

Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich fast alle inneren Perlen, die ich bisher geborgen habe, auf diese Weise gefunden. Auch wenn ich mir Informationen und Reibung von außen geholt habe, mussten diese immer zuerst durch meine Wahrnehmung hindurch.

Das meinen die Mystiker wahrscheinlich, wenn sie sagen… 

Die Wahrheit liegt in dir!

Wir können nicht davon ausgehen, die Wahrheit irgendwo im Außen zu finden. Nicht bei Ärzten oder Heilern und schon gar nicht in den Medien. Deren Aussagen und Anregungen können etwas in uns zum schwingen bringen aber sie sind noch nicht unsere ureigene Wahrheit.

Das Leben liefert uns alles, was wir brauchen, um unsere ganz persönliche Wahrheit erkennen zu können. Ich sage nicht, dass es das immer auf sanfte Weise tut. Im Gegenteil! Teilweise muss es erst harte Kaliber auffahren, bis wir endlich die Stille zulassen und lauschen. In jeder dieser unangenehmen Situationen werden wir uns aufmachen, eine Lösung zu finden. Deshalb hat das Leben manchmal gar keine andere Chance, als uns etwas Unangenehmes zu bescheren. Denn nur so hören wir ihm wieder zu.

Solange, bis wir gelernt haben, wahrnehmend zu bleiben und die Kontrolle aufzugeben. Bis wir erkennen, dass wir an der Illusion der Sicherheit festhalten und dadurch unser Leben verpassen.

Die Perle bergen

Sie hält ein Geschenk für uns bereit, das wir in dem Moment empfangen können, in dem wir annehmen was ist und es dann loslassen. Das meine ich mit den Momenten der Demut. Die Kontrolle aufzugeben, ist ein zutiefst demütiger Moment – im positiven Sinne. In diesen Momenten sind wir in Kontakt mit etwas Größerem in uns, mit etwas Reinem und Unschuldigem. Diese Momente haben etwas Heiliges.

Eine dieser Perlen war für mich die Erkenntnis, dass ich niemand bin, der konsumiert, sondern jemand, der produziert. Meiner Inspiration folgen zu können und aus der Stille heraus Neues zu erschaffen, erfüllt mich mit tiefer Freude.

Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich das auch annehmen konnte. Denn die Welt funktioniert nun mal genau anders herum.

Würdigung der Essenz

Vergesse ich das oder würdige ich diese Eigenschaft nicht hinreichend, beschert mir mein Körper irgendein Symptom. Spätestens dann darf ich mich wieder in die Stille begeben und mich mit mir verbinden.

Ich habe meinem Wesen oft genug keine Würdigung zukommen lassen. In dieser Gesellschaft ist es nicht besonders angesehen, ein Mensch zu sein, der sich zurückzieht und in sich hineinspürt. Wer hat schon Verständnis dafür, wenn wir für mehrere Stunden nur für uns sind. Meine Stillephasen können manchmal Tage oder Wochen dauern, je nachdem wie viel ich vorher im Außen aktiv war. Die größte Schwierigkeit war für mich immer, hier einen gesunden Ausgleich zu finden.

Deshalb war Selbständigkeit auch die einzig mögliche Option für mich. Hier kann ich mir meine Zeit freier einteilen. So gab es Zeiten in meinem Leben, in denen ich im Außen enorm viel geleistet habe und es gab Zeiten, in denen ich in die Stille ging. Das ist offensichtlich mein Rhythmus, wie ich ihn bisher gelebt habe.

Mein wahrer Rhythmus ist fließend.

Er wünscht sich stetigen Wechsel zwischen stillen und aktiven Phasen, zwischen Alleinsein und Kontakt. So kann ich mich am besten zum Ausdruck bringen und meine Energien erhalten.

Was nicht zu dir passt, geht von alleine!

Das ist eine These, die auf meinen persönlichen Erfahrungen beruht. Sie darf überprüft werden und sicherlich wird es Menschen geben, die mir widersprechen mögen. Das ist in Ordnung und darf sein. Es tut meiner Wahrheit keinen Abbruch.

Was nicht zu mir gehört, lässt mich los, wenn ich meinen Widerstand aufgebe und es gleichzeitig in vollem Umfang würdige.

Bezogen auf schmerzhafte Erfahrungen bedeutet das, dass wir zuerst still werden müssen, um uns besser wahrzunehmen. Dann können wir uns die folgenden Fragen stellen…

    1. Was bedeutet das Wahrgenommene in Bezug auf die derzeitige Situation?
    2. Vergleiche ich diese Wahrheit mit dem, was ich im Augenblick lebe, in welchem Umfang werde ich mir selbst gerecht?
    3. Wie kann ich mich hier mehr würdigen?
    4. Welche Schritte sind konkret notwendig, um dem was mich ausmacht, mehr Raum zu geben.

Werde ich still und gehe mit diesen Fragen schwanger, ohne sie mit dem Verstand beantworten zu wollen, kommt die Antwort automatisch zu mir. Es kann ein bisschen dauern und es ist nicht der Weg, den ich im schnelllebigen Business empfehlen würde. Wenn wir ihn aber regelmäßig trainieren, dann kommt er uns in allen Lebensbereichen zu Gute. Unsere Intuition wird schneller und häufiger zu uns sprechen.

Fazit:

Wir können uns nichts vormachen. Unser wahres Wesen will gesehen, gespürt, gewürdigt und gelebt werden. Tun wir das nicht, werden wir krank oder ziehen das Chaos an. Das ist nicht verwerflich, sondern genau das was wir in diesen Momenten brauchen, um wieder auf unseren Weg zurückzufinden.

Das Warum steigt dann von ganz alleine auf. Es kommt klarer und reiner zu uns, als jedes Nachdenken bewirken könnte.

Es lohnt sich, in die Stille zu gehen und wahrnehmend zu sein. Das, was da auf uns wartet ist tiefe Entspannung und pure Liebe!

Bleib wahrnehmend…

Claudia

Das könnte dich auch interessieren:
Wie dir Anfängergeist hilft, deinen Businessalltag entspannter zu gestalten

Emotionales Selbstmanagement – Gefühle liebevoll fühlen

Dieser Beitrag darf geteilt werden…

7 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. mariann sagt:

    Liebe Claudia, vielen herzlichen Dank für Deine tollen Worte. Ich bin ganz berührt – gerührt davon …. jedes Wort spricht mir total aus dem Herzen…. bin ganz “ verliebt „in das was Du sagst .
    Ich danke Dir mariann

    1. Liebe Mariann,

      vielen Dank für Deine Worte. Sie berühren mich ebenfalls. Es ist genau das, was ich mit meinen Texten erreichen möchte. Ich möchte die tiefste Wahrheit in Dir und anderen Lesern berühren. Das ist die stärkste Kraft und wir fühlen etwas, was sich mit Worten ausdrücken lässt. Es freut mich deshalb sehr, dass Du das so fühlst <3

      Ganz liebe Grüße
      Mariann

  2. Janine sagt:

    Liebe Claudia.
    Es ist, als wenn du mich beschreibst. Ich fühle mich sehr verstanden und bestätigt, denn auch mir macht es schon immer Schwierigkeiten in der Zwischenzeit Geld zu verdienen. Ein Leben in Wellen und je größer die Zeit im Außen ist, desto länger dauert eben auch die Phase des Rückzugs. Aber nur durch die findet man sich eben auch wieder. Ich habe mich lange Zeit dagegen gewehrt. Aber in diesen Ruhephasen entsteht so viel Gutes und Kreatives, wenn wir sie denn zulassen. Darum lass uns noch ein bisschen die Ruhe genießen
    Liebe Grüße
    Janine

    1. Liebe Janine,

      vielen Dank, dass Du Dir Zeit für diesen Artikel genommen hast und mir Deine Erfahrungen auf diesem Wege mitteilst. Ich glaube, dass die meisten sensiblen Menschen mit vielen Ideen dieses Problem haben. Die eigenen Grenzen einzuschätzen, ist da sicherlich eine besondere Herausforderung. Bei mir ist es die Inspiration, die mich manchmal meine Grenzen überhören lässt. Besonders wenn mir etwas sehr viel Spaß macht und die Ideen nur so sprudeln, vergesse ich gerne mal, dass die Ideen aus der Stille geboren werden. Da einen Ausgleich zu finden, ist eine echte Herausforderung. Ich wünsche mir da, dass ich die Fähigkeit in sanfteren Wellen zu leben noch ein bisschen mehr entwickeln darf.

      Ich schließe mich dir an und freue mich auf die Ruhe in den nächsten Wochen 🙂

      Liebe Grüße
      Claudia

      1. Janine sagt:

        Liebe Claudia.
        Das geht mir wirklich ganz genau so. Es ist ein Balanceakt. Und es hat auch was mit Mut zu tun, loszulassen und eine Zeit weniger anstelle von mehr zu machen.
        Ich wünsche dir eine wundervolle kreative Pause.
        Liebe Grüße
        Janine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.