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Dankbarkeit wahrnehmen – So fühlst du dich mit der ganzen Welt verbunden!

Dankbarkeit wahrnehmen

Die Wahrnehmung der inneren Welt liegt mir ganz besonders am Herzen. Sie zeigt uns, wer wir tatsächlich sind. Wir entdecken verborgene Fähigkeiten aber auch Denkgewohnheiten, die wir lieber nicht sehen wollen.

Da sind Gedanken, Gefühle, Körper- und Sinnesempfindungen. Wenn wir ihnen offen, neutral und ohne Bewertung begegnen – jeden Moment bereit, etwas Neues zu entdecken – lernen wir eine neue Welt kennen. Wir nehmen wahr, dass wir nicht nur wohlwollende Gedanken haben, sondern auch ausgesprochen zerstörerische oder unsinnige. Einen kurzen Moment später sind wir voller Groll. Im nächsten Moment überkommt uns Mitgefühl für all die, über die wir geurteilt haben. Inklusive uns selbst.

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Indem du alles von Moment zu Moment wahrnimmst und deine Bewertungen dazu loslässt, bist du präsenter. Diese Form der Betrachtung innerer Prozesse ermöglicht dir, Gedanken zu erkennen, die unangenehme Gefühle auslösen. Machst du das regelmäßig, richtet sich dein Geist mit der Zeit neu aus. Das ermöglicht dir langfristig mehr angenehmere Gefühle.

Du bemerkst, dass du deinem Geist nicht so ohne weiteres trauen kannst.

Alleine das kann schon eine große Veränderung bewirken.

Wahrnehmen findet zwar überwiegend im Inneren statt. Wir können unseren Geist aber auch ausdehnen. Dann verschwindet die Grenze zwischen uns selbst und der Welt. Wir werden eins mit ihr und das fühlt sich wunderbar verbunden an.  Du kennst sicherlich auch solche Momente, in denen du dich mit allem verbunden fühltest. Ich glaube, dass wir alle nach diesem Gefühl suchen.

Dankbarkeit ist eines dieser erstrebenswerten angenehmen Gefühle.

Dieses Gefühl ist deshalb so wichtig, weil das Bewusstsein auf das ausgerichtet ist, was wir bereits empfangen haben. Es zeigt uns, wie reich wir schon sind. Wir bekommen ein Gefühl von Fülle. Wenn dieses Gefühl fehlt, fühlen wir uns getrennt.

Wenn wir lange Zeit ohne dieses Gefühls gelebt haben, kann es eine Herausforderung sein, Dankbarkeit neu zu aktivieren. Das durfte ich während eines Schweigeretreats 2001 erfahren. Kurz zuvor ereigneten sich die Attentate auf das World Trade Center in New York. Ich war zutiefst erschüttert durch diese Ereignisse. Mein Geist war auf das Bedrohliche in der Welt ausgerichtet und so konnte ich das Schöne nicht mehr erkennen.

Ich begab mich kurz darauf in ein buddhistisches Zentrum, um der Welt für zehn Tage komplett zu entfliehen. So glaubte ich, wieder zu mir zu kommen. Es war mein erstes mehrtägiges Schweigeretreat.

Ich fühlte mich mit der ganzen Welt verbunden.

Während des Retreats gab der Lehrer tägliche Teachings. An einem Tag ging es um Dankbarkeit. Ich war sehr bewegt davon, weil ich nie zuvor so tief in die Dinge hinein geschaut hatte. Da war eine Ahnung in mir, dass diese Sicht auf die Welt meine Wahrnehmung komplett verändern würde. Deshalb setzte ich mich am folgenden Morgen schweigend zu den anderen und begann achtsam mein Müsli zu essen.

Welche Erfahrung ich damit gemacht habe, erzähle ich im Detail in dem kürzlich auf Compassioner.com erschienen Artikel Achtsamkeit – So fühlst du die ganze Welt in einem Frühstück

In diesem Beitrag erzähle ich dir, was tatsächlich in meinem Geist geschah und wie es mir doch noch gelang, ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit zu erzeugen.

Dankbarkeit ist eine Frage der Aufmerksamkeit. Klick um zu Tweeten

Erfahre selbst, wie du dich mit der ganzen Welt verbunden fühlst.

Es zu lesen ist eine Sache. Das allein kann schon etwas in Bewegung bringen. Noch besser ist es, das Bewusstseinsexperiment selbst zu machen. Seit diesem Tag, als ich durch mein Müsli erstmals auf diese Weise auf die Welt geschaut habe, weiß ich, dass es dir nicht viel bringt, wenn ich dir nur davon erzählen.

Du kannst es erst dann richtig nachvollziehen, wenn du die Erfahrung selbst machst. Dazu lade ich dich jetzt hier ein. Lehne dich zurück, schließe die Augen und sehe noch einmal dein Frühstück von heute früh vor dir.

Hier das Bewusstseinsexperiment für dich:

Ich bin neugierig darauf, welche Erfahrung du gemacht hast. Was hast du empfunden, als du dieses Bewusstseinsexperiment gemacht hast?

Herzlichst

Claudia

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2 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Carolin sagt:

    Guten Morgen liebe Claudia,

    hab herzlichen Dank für deine feinen Impulse zum Wert der Dankbarkeit und für dein Bewusstseinsexperiment! Gerade auf dem Balkon nach meiner leckeren Frühstücksmahlzeit – an einem freien Freitagvormittag – habe ich mich diesem gewidmet.
    Seinen Geist zu weiten für all die Schritte, die gegangen wurden, damit ich so wunderbar schnabulieren kann, ist eine gute Übung und bringt mich mit meiner Aufmerksamkeit zu all dem Schönen, was bereits da ist.
    Dankbarkeit ist für mich das Fundament meines Daseins – eine Grundhaltung: annehmen, sein lassen, wertschätzen was ist – während ich die Freude mit dem Motor meines Lebens vergleiche.

    Dir & deinen Lesern einen schönen Freitag wünscht

    Carolin

    1. Guten Morgen liebe Carolin,

      wie schön, dass du es ausprobiert und dir Zeit für das Experiment genommen hast. Das ist eine schöne Weise, den Tag zu beginnen – auf dem Balkon mit einem leckeren Frühstück. Wenn dann noch Dankbarkeit dazu kommt – wunderbar!

      Ich wünsche dir und deinen Lesern ebenfalls einen schönen Freitag. Für dich und deinen Blog viel Erfolg.

      Alles Liebe
      Claudia

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