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Die Qual der Wahl – Als Unternehmer in 5 Minuten die richtige Entscheidung treffen

Die richtige Entscheidung treffen

Als Unternehmer treffen wir täglich zig Entscheidungen. Manche fühlen sich hierdurch massiv unter Druck, vor allem dann, wenn sie in einer Situation feststecken. Je mehr du dich drängst, desto schwerer wird es für dich, die richtige Entscheidung zu finden.

Das macht Entscheiden so schwer.

Woher weißt du, was die richtige Entscheidung für dich ist? Und woran orientiert sich dieses „richtig“?

Geht es bei dieser Fragestellung darum, die Entscheidung mit größtmöglicher innerer Übereinstimmung zu finden? Oder eher darum, einer Erwartung zu entsprechen? Häufig ist der wahre Hintergrund die Tatsache, dass wir versuchen eine Furcht zu vermeiden.

Die Furcht vor dem Unbekannten

Wenn wir wichtige Entscheidungen treffen, kommen wir mit dem Unbekannten in Kontakt. Wir können nicht wissen, welche Konsequenzen die eine oder andere Entscheidung haben wird. Auch wenn wir auf der Basis unserer Erfahrungen entscheiden, gibt es unbekannte Parameter, die wir nicht sehen können. Die daraus resultierenden nicht abschätzbaren Konsequenzen können Furcht auslösen. Manchmal in solchem Ausmaß, dass wir vor lauter Abwägen gar keine Entscheidung mehr treffen können.

Dabei geht es bei solcher Unentschlossenheit gar nicht um die Entscheidung selbst, sondern vielmehr um die angenommenen Folgen. Wir wollen uns durch unsere Entscheidungen besser fühlen – auf keinen Fall schlechter. Viele dieser Entscheidungen treffen wir deshalb auf der Basis von vorweggenommenen Gefühlen. Diese Absicht ist uns selten bewusst.

Kreative Lösungen sind Kinder der Neugier.

Wenn wir in unseren Entscheidungsprozessen so vorgehen, machen wir die Angst vor dem Unbekannten zum Erfüllungsgehilfen. Mit der Folge, dass wir uns kaum aus unserer Komfortzone herausbewegen. So bleiben wir innerhalb unseres bisher bekannten Bezugsrahmens. Auf diese Weise finden wir keine kreativen Lösungen. Dann warten wir auf Veränderungen von außen. Die kommen dann auch irgendwann. Nur meist anders, als erhofft.

Entscheidungen, die ausschließlich auf bestehenden Erfahrungen basieren, können keine bahnbrechenden und kreativen Lösungen hervorbringen. Es sei denn wir gehen so tief in die Erfahrung hinein, dass wir darin etwas Neues entdecken. Aber das ist ein anderes Thema.

Eine echte Veränderung braucht Mut zur kreativen Betrachtung.

Kreative Lösungen entstehen da, wo wir uns aus unserer begrenzten Welt herausbewegen.

Sie entstehen, wenn wir uns für völlig neue Perspektiven öffnen und unseren Geist weit machen.

Die richtige Entscheidungsstrategie

Da ist es wieder, das Wörtchen „richtig“. Die für jeden richtige und passende EINE Strategie gibt es nicht. Jeder hat andere Strategien, mit Entscheidungen umzugehen. Manche tun gar nichts mehr und warten bis ihnen wieder etwas einfällt. Andere springen direkt weiter, um dem Gefühl der Stagnation und Unwissenheit zu entgehen.

Auf zwei Strategien möchte ich näher eingehen, weil ich diese häufig beobachte.

Das Häschen in der Grube

Als ich über dieses Thema nachdachte, hatte ich nicht kleine Alltagsentscheidungen im Sinn. Ich dachte an solche, die unserem Leben eine Richtung geben – diejenigen, die wir als große und wichtige Entscheidungen erleben.

Steht eine solche Entscheidung an, fühlen wir uns manchmal, wie das Kaninchen, dass zitternd und erstarrt in seinem Bau hockt. Dann trauen wir uns nicht zu handeln, weil wir die Konsequenzen fürchten. Das wovor wir uns fürchten sind die Gefühle, die wir haben könnten, wenn es nicht in unserem Sinne läuft. Vielleicht haben wir noch keine klare Vorstellung von dem, was wir wollen. Oder es gibt mehrere Varianten, die alle nicht besonders verlockend erscheinen.

Ein Mensch in dieser Situation ist mit dem „Häschen in der Grube“ vergleichbar. Hier ist die Angst bewusst. Sie wird gespürt und lähmt – manchmal bis zur völligen Handlungsunfähigkeit. Diese Momente werden manchmal „Erstarrung“ oder „Totstellreflex“ genannt.

Der Spring-ins-Feld

Die zweite Strategie ist das genaue Gegenteil. Hier wird eine (zu) schnelle Entscheidung getroffen, ganz egal welche. Getreu dem Motto „Besser irgendeine Entscheidung, als gar keine“, gehen wir hier über die Furcht hinweg. Es ist nicht so, dass keine Angst vorhanden wäre. Eher will sie nicht gefühlt werden, weil dieses Gefühl so unangenehm ist.

Der Spring-ins-Feld neigt zu Kopfentscheidungen. Er hasst Stillstand und kann das „Nichts“ oder das „Nichtwissen“ nicht gut aushalten. Würde er oder sie sich auf diese Momente wirklich einlassen, wäre auch hier die Angst spürbar. Der Vorteil für den Spring-ins-Feld ist, dass sein Leben scheinbar in Bewegung bleibt. Jedoch wird dieser Entscheidungstyp lernen müssen, Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen. Da es durch das schnelle Vorgehen häufig an Tiefe fehlt, ist hier eine Menge Ausschuss zu erwarten.

Bei beiden Strategien ist das Verhalten angstmotiviert. Hier gelingt es nicht, eine Entscheidung aus dem Bauch bzw. dem Herzen zu treffen.

Die richtige Entscheidung treffen

Es geht bei Entscheidungen oft gar nicht um den Weg, den sie uns bescheren. Es geht vielmehr darum, jetzt das Stimmige zu tun. Um das herauszufinden, kann es sinnvoll sein, die Frage zu ändern vom „Soll ich dies …?“ oder „Soll ich das …?“ in

Was will JETZT werden?

Wenn du still mit dieser Frage bist, wird sich dir der nächste Schritt automatisch offenbaren. Er ist vielleicht noch nicht die Antwort, die du für die große Entscheidung brauchst aber es ist der nächste „stimmige“ Impuls. Er ist ohne Druck aus deinem Inneren aufgestiegen. Solche Wahrheiten führen meiner Erfahrung nach fast immer zu weisen oder besser klaren Entscheidungen, für die wir gerne die Verantwortung übernehmen.

In diesem Video teile ich ein kleines Bewusstseinsexperiment:

Hierzu eine weite Übung:

Setze dich irgendwo ruhig hin, so dass du ganz bequem sitzen kannst. Schalte am besten alles aus, was dich jetzt stören könnte. Konzentriere dich auf deinen Körper und spüre, wie er sich anfühlt. Nimm deinen Atem wahr und spüre, wie dein Körper atmet – wie er bewegt wird durch das Ein- und Ausatmen. Mache das so lange, bis du einen Impuls aufzustehen verspürst. Statt das direkt zu tun, spüre nun in deine Absicht hinein. Warum willst du aufstehen? WILLST du etwas tun? Bist du sicher, dass du es wirklich willst? Oder ist es eher so, dass es in dir denkt, es MÜSSTE noch getan werden?

Wenn es auch nur ein kleines MUSS in dir gibt, bleib‘ sitzen!

Mache das solange bis etwas in dir aufsteigt, was sich stimmig anfühlt. Du erkennst es daran, dass es Freude in dir auslöst oder du plötzlich eine große Klarheit spürst. Beobachte während der gesamten Zeit, was es in dir denkt. Manche dieser Gedanken sind Irrwege. Sie sind wie die Schlange Ka. Sie wollen dich verwirren, vernebeln und in die Irre führen.

Steigt aber dieser eine klare Impuls in dir auf, wirst du wissen, dass er wahr ist!

Dieser Impuls muss nicht unbedingt in ein äußeres Tun münden. Manchmal sagt er dir, dass es ein paar Tage Ruhe sind, die jetzt werden wollen. Oder es ist ein Spaziergang. Keine großen Dinge also. Auf den ersten Blick völlig trivial und einfach, jedoch mit großer Wirkung.

Fazit

In jedem Augenblick ist nicht mehr als eine Entscheidung zu treffen. Wahnsinn oder? Nur eine einzige, nicht mehr!

Wenn du das übst, werden deine Schritte stimmiger und deine Entscheidungen bekommen Substanz. Auf diese Weise kannst du voll hinter deinen Entscheidungen stehen, auch wenn sie mal ein bisschen wehtun. Du wirst bei deinen Entscheidungen mehr Übereinstimmung mit deiner inneren Wahrheit finden. Das führt zu mehr innerer Sicherheit und Entscheidungsstärke.

Wenn du dich mal fürchtest, wiegt deine Furcht nicht so schwer. Du weißt dann, dass sie dir nur sagen will, dass sie noch nicht alle Informationen hat und mehr Zeit braucht, um eine stimmige Entscheidung zu treffen.

Jede Entscheidung hat ihre Zeit. Mit diesem Wissen geht es leichter. Wenn du darauf vertraust, dass sich die Antwort zur rechten Zeit offenbaren wird und weiter Schritt für Schritt stimmige Entscheidungen triffst, findet sie dich. Vielleicht bemerkst du es dann noch nicht einmal mehr. Ganz plötzlich hat das Leben einen Impuls gesetzt und es ist da.

Herzlichst

Claudia

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10 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Claudia,

    ich mag deine Videos total gerne…deine lässige und immer lächelnde Art 😉
    Ein tolles Beispiel/Übung um an die Herzensentscheidung zu kommen. Vor allem auf eine sehr sanfte Art und Weise.

    Die Glaubenssätze sind in einem Artikel, den ich vor einiger Zeit mal geschrieben habe, eine veraltete Software des Navis 😉
    http://sunnyfootsteps.de/gegenwind-was-tun-bei-fehlentscheidungen-rueckschlaegen-und-kritik/

    Nur wenn es ok für dich ist stelle diesen Kommentar online…wenn nicht, ist das auch ok oder du löschst den link.

    Alles Liebe für dich
    Damaris

    1. Liebe Damaris,

      vielen Dank, dass du dir Zeit für diesen Vlog genommen hast und deine Gedanken dazu hier teilst. Und danke für die Blumen. Lässig! Ich wusste gar nicht, dass ich so rüberkomme 🙂 Dabei ist es mir dieses Mal gar nicht so leicht gefallen, das auf den Punkt zu bringen, was ich sagen wollte. Da sieht man mal wieder, wie das mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung ist.

      Deinen Artikel verlinke ich gerne.

      Ganz liebe Grüße
      Claudia

  2. Birgit sagt:

    Liebe Claudia,
    bin gerade „zufällig“ auf dich gestoßen 😉 Toll, was du da anbietest. Dein Video finde ich sehr sympathisch und die Idee als Entscheidungshilfe eine höhere Instanz mit ins Boot zu nehmen bringt eine andere Sichtweise.
    Alles Liebe
    Birgit

    1. Liebe Birgit,

      was für ein wunderbarer Zufall, dass du hierher gefunden hast. Danke, für dein Feedback zu dem Video. Das tut gut, denn so richtig angekommen bin ich in diesem Medium noch nicht. Eine sehr schöne Webseite hast du. Das Thema ist spannend – was für eine tolle Idee 🙂 Ich werde mal in Ruhe bei dir stöbern.

      Dir viel Erfolg mit draufgängerin.de

      Alles Liebe
      Claudia

  3. Fatima Schlösser sagt:

    Liebe Claudia,
    super schön wie du es immer auf den Punkt bringst!! Musste am Anfang des Videos richtig herzhaft lachen!! Ich würdige deine tolle Arbeit sehr.
    Vielen Dank das du zu meinen Herzensmenschen gehörst! Mach weiter so.

    Alles Liebe
    Fatima

    1. Liebe Fatima,

      oh wie schön, danke, dass ich zu deinen Herzensmenschen gehöre. Ich freue mich sehr darüber. Vielen Dank für deine Wertschätzung. Was hat dich denn so zum Lachen gebracht? Jetzt bin ich neugierig geworden 🙂

      Bis ganz bald und liebe Grüße
      Claudia

  4. Marlies Busch sagt:

    Liebe Claudia,
    dein Lachen steckt einfach an. Wie heißt es so schön auf der Plattform eines großen sozialen Netzwerkes: Gefällt mir!!!

    Eine für mich total neue Sichtweise sich „Entscheidungen“ zu nähern!
    Jetzt werde ich fleißig üben, um künftig Herzensentscheidungen zu treffen, die mich nicht nur zufrieden sondern auch glücklich machen.
    Danke für die Inspiration!!!
    Herzlichst
    Marlies

    1. Liebe Marlies,

      oh, vielen Dank. Das freut mich, wenn ich dich mit meinem Lachen erreicht habe 🙂 Vielen Dank, dass du deine Gedanken hier hinein geschrieben hast. Lasse mich gerne daran teilhaben, wie und ob die Übung dir bei deinen Herzensentscheidungen helfen konnte. Was gibt es Schöneres, als mit seinen Entscheidungen im Einklang zu sein.

      Alles Liebe
      Claudia

  5. Liebe Claudia,
    vielen Dank für dieses anregende Video und die super Übung! Eine wunderbare Strategie, „den ersten Schritt“ in eine neue Richtung zu tun!! Das Wort „Komfortzonenstretching“ ist wirklich großartig.
    Herzliche Grüße und einen schönen Start in den Frühling für dich!
    Cathrin

    1. Liebe Cathrin,

      vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Video genommen hast und deine Gedanken dazu hier teilst. Ich freue mich, mal wieder von dir zu lesen und wünsche dir ebenfalls einen zauberhaften Start in den Frühling.

      Ganz liebe Grüße
      Claudia

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