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Als UnternehmerIn sanft die Türen zu deinem Herzen öffnen

Als Unternehmerin Türen zu deinem Herzen öffnen

Türen öffnen sich, wenn wir den richtigen Schlüssel benutzen. Sie bleiben verschlossen, wenn der Schlüssel nicht passt. Bis hierhin ist das ganz logisch und bei echten Türen können wir dieses Wissen ganz leicht anwenden. Wenn es jedoch darum geht, die Türen zu unserem Herzen zu öffnen, suchen wir manchmal Jahre nach dem richtigen Schlüssel.

Als Kiwi Pfingsten zu ihrer Blogparade Wenn Türen sich öffnen einlud, habe ich spontan zugesagt.  Was für ein spannendes Thema! Es geht darum, über Türen zu schreiben, die sich in meinem Leben geöffnet haben.

Die Türe zu meinem Herzen

Es gab viele Türen, die sich geöffnet und wieder geschlossen haben. Die wichtigste Türe für mich war die Türe zu meinem Herzens. Für viele so selbstverständlich, hatte ich lange Zeit wenig Zugang zu mir selbst. Ich war ein leistungsorientierter Mensch mit Tendenz zum Ausbrennen. Meine Disziplin war größer als meine Selbstfürsorge. Ich war nicht zimperlich mit mir. Wenn es darum ging irgendeine Deadline einzuhalten, habe ich auch mal eine Nacht durchgearbeitet. Damit hatte ich für die Welt der Werbung genau die richtigen Voraussetzungen, um richtig durchzustarten – wenn mein Körper da mitgespielt hätte. Gott sei Dank hat er auf mein Herz gehört.

Die Botschaft meines Herzens kam ziemlich laut zu mir. Ende der 1990er fühlte ich erschöpft. Es kamen einige äußere Ereignisse dazu. Aber eines war klar. Ich konnte nicht mehr so weitermachen, wie bisher. Da die Agentur bei der ich beschäftigt war gerade Insolvenz angemeldet hatte, stand ich nun ohne Job da. Ich spürte zwar den Druck in mir, mir etwas Neues zu suchen aber mir fehlte die Energie dazu. Also gab ich nach.

In dieser Krise hörte zum ersten Mal in meinem Leben auf mein Herz und schenkte mir eine dreiwöchige Ayurveda-Reise.

In der Welt der Sinne

Nach etwa 11 Stunden Flug landete ich in Sri Lanca in der „Welt der Sinne“ und fühlte mich zunächst überfordert von all den Eindrücken. Ich sah die Armut und den großen Unterschied zu meiner Herkunft.

Während die Kinder auf den Straßen bettelten, lag ich da und ließ mich mit warmem Öl massieren. Während kleine, tapsige Füße im Dreck spielten und nicht zur Schule gehen konnten, weil sie keine Stifte hatten, gab ich mich meinen meditativen Übungen hin. Mich berührte all dies sehr aber ich konnte nichts tun. Mir fehlte die Energie. Also gab ich mich den Anwendungen hin. Nach dem Stress der letzten Jahre füllten sie mich mit Liebe auf. Kleine, zarte Hände mit synchron streichenden Berührungen öffneten Stück für Stück mein Herz.

Und wenn ich auf einmal auf die Straße ging, wunderte ich mich darüber, wie fröhlich und herzlich diese Menschen waren. Es dauert nicht lange, da begann ich auch jeden zu grüßen. In Deutschland war jetzt Winter. Die Freundlichkeit hier ließ mich die Muffeligkeit in meinem Land schnell vergessen.

Ich begann, die Welt zu spüren und sie nicht mehr nur zu sehen…

Der magische Schlüssel

Erstmals nahm ich mich und meine Umgebung richtig wahr. Raus aus dem Hamsterrad kam ich bei mir an. Ich nahm meinen Körper wahr, meine Gefühle und welch ein Wunder endlich auch mal wieder meine Bedürfnisse. Für mich war dieser Urlaub ein dreiwöchiges Retreat zu mir selbst. Ich begann nahezu alles wahrnehmend zu tun. Es fing an mir zu gefallen, spürend durch die Welt zu gehen.

Diese neue Sinnlichkeit war der Schlüssel zu meinem Herzen.

In diesem Urlaub entstand die Vision für mein Zentrum in Düsseldorf. Auch wenn ich später damit Insolvenz anmelden musste, war es doch der Beginn einer Reise, die mich zurück zu mir geführt hat. Auf dieser Reise habe ich viele Türen in mir geöffnet. Mit jeder öffneten sich interessante neue Perspektiven im Außen.

Die verbotene Türe öffnen

Auf diesem Weg kam ich auch vor verschlossene Türen. Damit meine ich insbesondere Situationen, in denen ich als Unternehmerin nicht weiterkam. Es waren solche, an denen der Erfolg auf sich warten ließ.

Vor einigen Türen fehlte mir der Mut einzutreten. Sie fühlten sich an, wie „verbotene“ Türen aus dem Märchen Marienkind. Und doch wurde die Versuchung irgendwann so groß, dass ich ihr nicht widerstehen konnte. Ich ging hindurch trotz der Angst, die damit verbunden war. Die dreizehnte Türe erfordert Mut von uns. Sie will, dass wir die Dinge trotzdem tun. Ihr Anliegen ist, dass wir uns über alle Konventionen hinwegsetzen und einfach unseren Weg gehen.

Sie will, dass wir in unserem Leben die Führung übernehmen.

Hinter dieser Türe fand ich meinen kostbaren Schatz vor – meine Kernkompetenz. Ich hatte einen Weg gefunden, durch Wahrnehmung ein Leben zu führen, mit dem ich in Übereinstimmung bin.

So wurde ich zum Wahrnehmungsguide!

Fazit

Manche Krise führt dich zu dem, was du dieser Welt zu geben hast. Diese Kernkompetenz ist so einzigartig, dass sie nicht austauschbar ist. Konkurrenz gibt es in diesem Bereich nicht, denn diese Kompetenz lässt sich nicht imitieren.

Dies war meine wichtigste Türe. Welche ist deine?

Herzlichst

Claudia

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5 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Kiwi sagt:

    Liebe Claudia!

    vielen Dank für diesen besonderen, persönlichen Artikel, der mich sehr berührt hat! Ich freue mich total, dass du bei meiner Parade dabei bist und ich freue mich auch, dass dabei so ein toller Beitrag herausgekommen ist.

    Vielen Dank dir dafür!

    Liebe Grüße,

    Kiwi

    1. Liebe Kiwi,

      vielen Dank für deine Worte. Sie tun gut. Ich habe länger gezögert, ob ich wirklich so persönlich werden möchte. Am Ende wollte es aber doch raus 🙂

      Ich freue mich, dass ich bei deiner Parade dabei sein konnte. Danke, für diese Möglichkeit.

      Liebe Grüße
      Claudia

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