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Emotionales Selbstmanagement – Gefühle liebevoll fühlen

Gefühle liebevoll fühlen

Normalerweise funktionieren wir Menschen ganz einfach. Was wir mögen, das versuchen wir festzuhalten. Was wir nicht mögen, das wollen wir loswerden. Dieses Verhalten wird uns von klein an beigebracht und wir stellen es zumeist nicht in Frage. Aber was, wenn diese Strategie dazu führt, dass wir dafür einen hohen Preis zahlen?

Den Preis der Selbstentfremdung und der oberflächlichen Beziehungen?

Die Crux dabei ist, dass wir uns selbst dabei aus dem Weg gehen, Unangenehmes verdrängen und „abhängig“ von angenehmen Gefühlen werden. Alles soll schön harmonisch bleiben. Verstehe mich nicht falsch. Es ist eine gute Idee, dein Leben so zu gestalten, dass du dich wohl fühlst. Aber wenn du auf der Gefühlsebene nur nach dem Angenehmen greifst und das Unangenehme aus deinem Leben ausschließt, lebst du nur die eine Hälfte von dir.

Das kostet dich deine Authentizität und die Verbundenheit mit anderen Menschen.

Gefühle sind wichtige Richtungsweiser

Jedes Gefühl erfüllt seinen Zweck. Keines deiner Gefühle ist überflüssig. Du brauchst sie, um wahrnehmen zu können, ob die Dinge in deinem Sinne laufen. Ohne sie kannst du deine Grenzen nicht wahrnehmen. Sie zeigen dir, wann ein Bedürfnis erfüllt oder nicht erfüllt ist. Und sie geben dir Auskunft darüber, ob du deinen Werten entsprechend lebst. Durch sie kannst du Liebe erfahren, Mitgefühl empfinden, andere Menschen emotional nachvollziehen.

Sie bilden einen Teil deiner Intelligenz.

Damit bilden sie die wichtigste Grundlage für den sozialen Kontakt. In meiner Praxis haben die Menschen die geringste Orientierung im Leben gehabt, die nicht mit ihren Gefühlen in Kontakt waren. Manche davon haben wieder zu ihnen gefunden. Für andere wahr dieser Schritt zu groß. Sie haben  eine gewisse Schwingungsarmut gemeinsam, was bedeutet, dass sie nicht mit dem Leben und anderen mitschwingen. Darin liegt ein großer Schmerz. Denn diese Menschen können sich nicht mit anderen verbunden fühlen.

„Gute“ Gefühle – „schlechte“ Gefühle

In unserer Sozialisierung haben wir gelernt, dass es gute und schlechte Gefühle gibt. Mit diesem Denken lehnen wir immer einen Teil unseres Seins ab. Wir wenden uns gegen etwas, das nicht nur menschlich, sondern völlig natürlich ist. Deshalb höre ich sofort auf weiterzulesen, wenn ich auf einem Blog von „positiven“ und „negativen“  oder „guten“ und „schlechten“ Gefühlen die Rede ist.

Nach meinem Empfinden gibt es keine guten oder schlechten Gefühle. Es gibt nur Gefühle. Jedes von ihnen erfüllt seinen eigenen Zweck. Keines ist ein Fehler in der Evolution. Die Natur macht keine Fehler. Sie ist zu schlau dafür. Wäre dem nicht so, hätte wir Menschen mit all unseren Gefühlen nicht überleben können.

Gefühle sind genauso gewollt! Klick um zu Tweeten

Lebendigkeit statt innerer Leere

Damit alle Gefühle ihren Zweck erfüllen können, müssen wir ihnen erlauben, Raum einzunehmen. Sie wollen da sein dürfen – die angenehmen, wie die unangenehmen. Diese Bezeichnung entspricht mehr der Realität. Wobei die unangenehmen nur so lange unangenehm sind, wie wir uns gegen sie auflehnen. Sobald sie frei fließen dürfen, löst sich der innere Stau und das schmerzhafte Empfinden lässt nach.

Fangen wir nun an, bestimmte Gefühle einzuschränken – etwa wenn wir ihnen ausweichen, werden alle Gefühle im gleichen Maße beschnitten. Das bedeutet, wenn du deine Wut oder Traurigkeit nicht ganz fühlen willst, wirst du auch weniger Freude spüren.

Deine Lebendigkeit wird begrenzt.

Da wo es wenig Lebendigkeit gibt, werden auch Sinn, Begeisterung und Motivation weniger gefühlt. Du wirst weniger Freude im Schaffensprozess spüren und deine Arbeit wird dir weniger Spaß machen. Die Liebe kann dich nicht ganz erreichen. Sie bleibt immer ein bisschen entfernt von dir stehen und du wunderst dich, warum du dich so wenig verbunden fühlst.

Der einzige Weg ein erfülltes Leben zu führen, führt also über deine Gefühle (und Bedürfnisse).

Gefühlsduselei oder Gefühlsreichtum

Gefühle zu fühlen hat nichts mit Gefühlsduselei oder mit Empfindlichkeit zu tun. Das ist zwar eine gängige Meinung aber keine besonders hilfreiche.

Gefühle zu haben bedeutet, mit dem Leben verbunden sein. Klick um zu Tweeten

Je tiefer du fühlst, desto reicher wirst du dich fühlen – solange du dich gegen deine Gefühle nicht auflehnst. Es ist beglückend, sich vom Leben wirklich berühren zu lassen. Deine Berührbarkeit wirkt auf andere Menschen wie eine Einladung. Das gilt im privaten, wie im beruflichen Umfeld.

Souveräne, authentische Führungskräfte sind berührbar. Sie sind nahbar und menschlich. Sie zeigen Gefühl mit Stärke. Bei ihnen kommt niemand auf die Idee, auch nur daran zu denken, dass sie empfindlich sind. Sie werden wegen ihrer Empfindsamkeit und ihrer emotionalen Kompetenzen geschätzt.

Was ist also der Unterschied?

Manager deiner emotionalen Welt

Der Unterschied ist, dass sie ihre Gefühle nicht als Schwäche bewerten. Für sie sind sie die natürlichste Sache der Welt. Dadurch halten sie sie nicht zurück, sondern stehen zu ihrer emotionalen Tiefe. Sie nutzen sie für ihre Authentizität. Ihre Gefühlskompetenz ist die Basis ihrer Glaubwürdigkeit. Durch sie erlangen sie Vertrauen.

Wenn du deine Gefühle ebenso nutzen möchtest, brauchst du ein gutes Gefühlsmanagement.

Diese Schritte helfen dir dabei:

  • Der 1. Schritt ist, dir Zeit zu nehmen deine Gefühle zu erforschen.
  • Der 2. Schritt ist, zu erkennen, wodurch du sie selbst hervorbringst – also achtsam auf deine Gedanken zu sein.
  • Der 3. Schritt ist, deine Bewertungen über deine Gefühle zurückzunehmen.
  • Der 4. Schritt ist, zu verstehen, was sie von dir wollen. Das heißt herauszufinden, wann sie sich melden und ihnen zu geben, was sie von dir brauchen.
  • Der 5. Schritt ist, sie so auszudrücken, dass du dabei souverän bleiben kannst.

Wenn du deine innere Welt so in Ordnung hältst, wirst du mit Lebendigkeit und tiefen Beziehungen belohnt. Alle deine Kontakte werden davon profitieren. Am Anfang wird das ungewohnt sein aber mit der Zeit wirst du anfangen es zu genießen.

Wer hat gesagt, dass Leben immer angenehm sein muss?

Die Medien und die Gesellschaft beten uns täglich vor, dass das Leben nur dann „gut“ ist, wenn alles angenehm und harmonisch ist. Wenn du den Medien weiter glauben willst, gut. Ich halte es für eine Illusion, wenn wir an solche paradiesischen Bilder glauben. Schau auf dein Leben und auf das anderer Menschen. Es gibt Schmerz und Leid in dieser Welt. Das wissen wir alle. Nur tun wir so, als wüssten wir es nicht.

Die Frage ist nicht, ob es „gute“ oder „schlechte“ Gefühle sind. Die Frage ist, wie wir mit ihnen umgehen wollen!

Deine

Claudia

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