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Üble Nachrede. Wenn hinter deinem Rücken schlecht über dich geredet wird…

mit negativem Gerede umgehen

… dann kann es sein, dass du das mitbekommst oder auch nicht. Wenn du es nicht mitbekommst, dann wird es dich wahrscheinlich nicht groß berühren.

Was aber, wenn du es mitbekommst?

Wenn über Dich im Netz gestänkert wird oder Du es an den Reaktionen deiner Mitmenschen spürst. Plötzlich verhalten sich die Menschen dir gegenüber anders – ignorieren dich oder sind sogar abweisend. Du liest davon, irgendwo in den Sozialen Medien oder ein gut meinender Mensch erzählt dir davon.

Eine solche Situation ist für die meisten Menschen extrem unangenehm.

Wir wollen gemocht und angenommen werden und wir wollen dazu gehören. Wir fürchten uns vor übler Nachrede, denn sie kann einen Ruf so weit zerstören, dass es die Existenz bedroht. Das kennen wir vom Mobbing, wo unter anderem gezielt daran gearbeitet wird, das Image eines Menschen zu zerstören.

Das Schlimme daran sind die Ohnmachts- und Angstgefühle, die dadurch entstehen, dass wir keinen Einfluss darauf zu haben glauben.

Reaktionen auf üble Nachrede

Jeder Mensch reagiert anders auf solche unfairen Angriffe. Die einen ziehen sich zurück, die anderen sprechen mit einer Freundin darüber. Wieder andere treten in einen Kampf ein. Dieser Kampf kann durch Rechtfertigungen, Angriffe, Aggressionen oder auch durch demonstratives Ignorieren bestimmter Personen erfolgen, je nachdem ob wir eher zu aktivem oder passivem Verhalten neigen. Eine weitere Möglichkeit ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und ebenso schlecht über einen der Beteiligten zu reden.

All diese Handlungen haben eines gemeinsam. Es sind Reaktionen und diese erfolgen meist, ohne dass wir darüber nachgedacht haben. Es tut weh, also handeln wir. Das ist übliches menschliches Verhalten.

Ist dieses unbedacht-reaktive Verhalten dazu angetan, den Konflikt oder gar den Schmerz aufzulösen? Ich glaube nicht.

Projektionsfläche sein

Wie kannst du auf eine solche Situation schauen, dass sie in dir keinen Schaden anrichtet? Diese Frage zielt darauf ab, dass du handlungsfähig und aktiver Gestalter solcher Situationen bleibst. Um ihr auf den Grund zu gehen, habe ich mir Situationen angeschaut, in denen ich mich in der Vergangenheit über einen Dritten beschwert habe. Folgendes habe ich dabei herausgefunden:

  1. Die Person, über die ich rede, hat ein unangenehmes Gefühl in mir ausgelöst.
  2. Meine Erwartungen an diese Person wurden nicht erfüllt.
  3. Ich habe angefangen, mir über sie und ihre Motive Gedanken zu machen, ohne zu überprüfen, ob meine Annahme stimmt. Reine Spekulation!
  4. Ich habe mich nicht getraut, sie direkt zu fragen oder sie mit meinem Gefühl bzw. Bedürfnis zu konfrontieren.
  5. Ich habe mich mit diesen Bedürfnissen und Gefühlen an die falsche Adresse gewandt, um meine Enttäuschung loszuwerden. Ein Versuch, das Problem zu lösen, der nicht funktioniert. Der Konflikt bleibt in meinem Inneren bestehen.

Wenn ich nun davon ausgehe, dass dieser Ablauf ähnlich in dem Menschen abläuft, der schlecht über mich redet, wird mir irgendwann bewusst, dass sein negatives Gerede eigentlich mit einem eigenen inneren Konflikt – genauer mit einer unerfüllten Erwartung – zu tun hat. Ich erkenne, dass dieser Mensch nicht über die kommunikativen Fähigkeiten verfügt, um das Problem anderweitig zu lösen. Es wird für mich offensichtlich, dass es tatsächlich nichts mit mir zu tun hat.

Warum? Es geht um sein Gefühl, seine Bedürfnisse und seine Spekulationen über mich. Ich war nur der Auslöser von etwas, das in diesem Menschen sowieso schon da war. So wurde ich zur Projektionsfläche für seine Geschichte. Dieser Mensch hat auf seine eigenen Gedanken reagiert, nicht auf mich.

Kann ich daran irgendetwas ändern? Nein, das kann ich nicht, zumindest solange, bis dieser Mensch beschließt, mich direkt darauf anzusprechen. Genau diese Verantwortung liegt bei ihm und nicht bei mir.

Projektionen begrüßen

Nehmen wir an, dass jeder Mensch mit solchen Projektionen umzugehen hat und sich bei allen ein ähnlicher Ablauf dahinter verbirgt. Dann wird klar, dass wir Projektionen grundsätzlich nicht vermeiden können. Solange es Menschen gibt, werden wir für sie als Projektionsfläche herhalten müssen und umgekehrt.

Projektionen sind Gedanken, die wir uns über jemanden erzählen, dessen Wahrheit wir nicht kennen. Klick um zu Tweeten

Lassen wir das mal einen Moment auf uns wirken…

Wir können es nicht vermeiden.

Jeder tut es.

Wir tun es, weil uns Information vom anderen oder der Mut zu etwas fehlt.

Wir haben meiner Meinung nach nur eine Möglichkeit, mit Projektionen umzugehen, und zwar indem wir die Abwehr gegen die Projektionen anderer aufgeben und annehmen, dass es jeder macht und zwar in jedem Kontakt. Wir können niemanden bis in den hintersten Winkel seiner Persönlichkeit erkennen und verstehen. Jeder Mensch ist eine Blackbox!

Wenn jemand schlecht über dich redet, sagt das etwas über ihn aus – nicht über dich. Er unterstellt dir ein Verhalten, das in seinem Inneren aktiv ist, nicht in deinem.

Eine Entscheidung treffen

Vor diesem Hintergrund finde ich es wichtig, eine Entscheidung zu treffen. Da wir sowieso nicht ändern können, was andere über uns denken und erzählen, haben wir die Wahl zwischen mehreren Alternativen:

  1. Wir beziehen das Gesagte auf uns und ziehen uns den Schuh an.
    Hiermit liefern wir uns der Geschichte des anderen über uns aus und verhindern, dass dieser Mensch seinen Anteil erkennt.
  2. Wir wissen, dass wir solche Projektionen nicht vermeiden können, erkennen seine Gedanken als das an, was sie sind – seine Geschichte über uns. Wenn wir uns nicht mit seiner Geschichte identifizieren, ist die Grenze klar und wir können bei uns bleiben. In diesem Fall brauchen wir noch nicht einmal dagegen anzukämpfen. Ohne Identifikation fühlen wir uns nicht gemeint.
  3. Wir prüfen, ob etwas Wahres dran ist und stehen dazu, wenn es so ist. Ist es das nicht, ziehen wir uns den Schuh nicht an, weil wir wissen, dass der Schmerz des anderen nicht unsere Schuld ist, sondern durch eine seiner Erfahrungen ausgelöst wurde.

Ich entscheide mich je nach Situation für die zweite oder dritte Variante. Da wir hier über den Umgang mit übler Nachrede sprechen, gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt zu berücksichtigen.

Die Verantwortung für das Bedürfnis

Zu Beginn habe ich aufgezeigt, dass bei dem Menschen, der schlecht über uns redet, ein Bedürfnis unerfüllt blieb. Vielleicht wollte er von uns gesehen, beachtet, wertgeschätzt oder anerkannt werden. Oder wir haben unser Verständnis für seine Situation nicht ausgedrückt. Vielleicht haben wir auch eine Grenze nicht wahrgenommen und sein Bedürfnis nach Sicherheit wurde dadurch verletzt.

All dies sind Bedürfnisse, die wir gerne berücksichtigt hätten, wären sie uns denn bekannt gewesen. Wenn er es versäumt hat, uns darüber zu informieren, kann die Verantwortung dafür nicht bei uns liegen.

Wir können schließlich keine Gedanken lesen.

Das zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse nicht nur zu kennen, sondern sie anderen gegenüber auch auszudrücken.

Wenn ich möchte, dass jemand eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, liegt es bei mir, das zu kommunizieren. Tue ich das nicht, ist der Schmerz, der dadurch entsteht nicht die Schuld des anderen. Vielmehr weist es mich darauf hin, wo ich die Verantwortung für mein Bedürfnis noch nicht in vollem Umfang übernommen habe.

Bei Kritik handlungsfähig bleiben

Nun sind wir alle nur Menschen und es gibt Anteile in uns, die sich vor Kritik fürchten. Daher wird es die meisten Menschen erstmal berühren, wenn schlecht über sie gesprochen wird. Ganz besonders kindliche innere Anteile reagieren darauf. Sie fühlen sich dann klein, falsch, unfähig oder sogar wertlos. Für diese Verletzungen liegt die Verantwortung bei jedem selbst.

Um zu verdeutlichen, an welchen Stellen wir in diesem Prozess handeln können, zeige ich ihn in dem folgenden Schaubild auf:

Der Reaktionsprozess

Dieser Prozess läuft binnen weniger Sekunden oder sogar Millisekunden ab. Von der Story – den Gedanken, den wir auf die Wahrnehmung hin denken – bekommen wir meistens nicht viel mit. Wir nehmen zuerst das unangenehme Gefühl wahr oder reagieren so schnell auf dieses, dass uns am Ende nur die Reaktion bewusst ist. Je unbewusster wir reagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir hinterher zusätzlich mit den Folgen unserer unbedachten Reaktion umzugehen haben. Das eigentliche Problem ist also nicht der Schmerz, sondern die Geschichte, die dazu in uns abläuft.

Den richtigen Moment wahrnehmen

Das Ohr steht in dem Schaubild für den Moment, in dem du gewahr wirst, dass jemand schlecht über dich spricht. An jedem Punkt in dem gezeigten Prozess kannst du eine Entscheidung treffen und zwar:

  1. Wie willst du mit dieser Information umgehen?
    Willst du sie persönlich nehmen? Willst du dich mit dem identifizieren, was der Mensch über dich erzählt? Welche Gedanken willst du denken? Hier kannst du den Reaktionsprozess anhalten. Eine gute Möglichkeit hierfür ist, dir die Situation so neutral wie möglich zu verdeutlichen. Mach dir bewusst, dass der weitere Verlauf einen großen Einfluss auf deinen inneren Frieden hat. Ich finde, das ist ein wichtiges Argument.
  1. Was wenn du bereits das unangenehme Gefühl spürst?
    Manchmal sind Gedanken so schnell, dass du erst an dem unangenehmen Gefühl bemerkst, dass du in die falsche Richtung gedacht hast. Dann braucht es schon ein bisschen mehr als an dem vorherigen Wahrnehmungspunkt. Hier schenkst du dir am besten zunächst Verständnis. Danach schaust du dir an, welche Gedanken es in dir über den Vorfall denkt.
  1. Wenn du schon reagiert hast.
    Hier hilft häufig, die einzelnen Stationen aufzuschreiben. Was hast du gehört, was gedacht, was gefühlt? Auf welchen Gedanken hast du reagiert? Wenn du genau hinschaust, erkennst du, ob dieser Gedanken wahr und förderlich für deinen inneren Frieden ist.

Je später die Wahrnehmung einsetzt, desto mehr hast du zu tun, damit innerlich wieder Ruhe einkehrt.

Fazit

Es ist unangenehm, mit einer Projektionen umzugehen, weil deren Bild so weit von unserem Selbstbild entfernt ist. Unser Ego mag es nicht, so missverstanden zu werden. Wir haben jedoch wenig Einfluss darauf, was andere über uns denken und reden. Es ist ihre Angelegenheit, welche Geschichte sie sich über uns erzählen. Ihre Bewertungen basieren auf persönlichen Erwartungen, Erfahrungen und Gefühlen. Es sind Projektion, die sie uns überstülpen. Es ist als würden sie uns einen Mantel anziehen, der gar nicht passt. Diese Menschen sehen in diesen Momenten nicht uns, sondern das, was sie für die Wahrheit halten. Die Verantwortung dafür liegt bei ihnen.

Ich halte es inzwischen eher für ein Geschenk oder Wunder, wenn ein Mensch mich wirklich sieht.

Wir sind lediglich für unsere eigenen Gedanken und Reaktionen verantwortlich. Je weniger wir an uns zweifeln und je weniger wir uns mit den Aussagen des Menschen identifizieren, desto schneller finden wir wieder Frieden in uns.

Ein guter Weg, um seine Gedanken früher wahrzunehmen, ist die Achtsamkeit. Hiermit verlangsamst du den Denkprozess und erkennst so schneller, welche Gedanken dir nicht guttun.

Herzlichst

Claudia

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12 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Jajasoso sagt:

    Toll. Bis jetzt hab ich auch gedacht, daß mich das dumme Geschwätz anderer Leute nichts angeht. Aber heute weiß ich, daß es mich sehr wohl etwas hätte tun lassen müssen. Nur was ich hätte tun können, das weiß ich immer noch nicht. Ich bin wegen einer wirklich absurden Lügengeschichte fristlos gekündigt worden. Den Job bin ich los, obwohl der Richter die Sachlage klar erkannt hatte. Die Lügner ha en meinen Ruf ruiniert. Ich finde nun keine Arbeit mehr.

  2. B. Duftreis sagt:

    Mir geht es genauso wie „Jajasoso“. Weder kenne ich die beiden feigen Hunde (unter ca. 100 KollegInnen), die sich den Weg zu mir bzw. meinem Chef gespart haben (ich hatte mit niemandem Streit) und gleich zum Oberboss gelaufen sind, noch weiss ich wodurch ich denen (unabsichtlich) auf die Füße getreten bin … aber meinen Job bin ich trotzdem los. Da ich jeden sehe und wertschätze denke ich im Nachhinein, dass ich es bei diesen zwei Kollegen (welche auch immer das sein mögen) am Bauchpinseln habe fehlen lassen („Ja, ich bin ganz Deiner Meinung. Das ist so toll, was Du geleistet hast. Erzähle mir noch eine Stunde lang, was der X zu dem Y gesagt hat oder was Du Dir bei Punkt 3.1.2.1.5.7 gedacht hast. …“) und dass es sich in dieser Umgebung einfach nicht gelohnt hat, gute Arbeit leisten zu wollen.

    An Frau Heipertz: In Ihrem obigen Artikel haben Sie (sehr gut, wie ich finde) die Sicht von dem der üble Nachrede betreibt und die Sicht von demjenigen, über den schlecht gesprochen wird dargestellt. Ich würde mir wünschen, dass sie auch noch die Perspektive derjenigen die die üble Nachrede als Nicht-Betroffene hören ergänzen.

    1. Hallo B. Duftreis,

      das stelle ich mir furchtbar vor, vor allem, weil Du (Sie?) nicht weißt aus welcher Ecke die Anfeindungen kamen. Das verleitet zu allerlei Spekulationen mit dem Ergebnis, dass der Geist nicht mehr zur Ruhe kommt. Schlaflose Nächte inklusive. Vielen Dank für die hilfreiche Rückmeldung, B. Duftreis. Diese Perspektive könnte ich in der Tat noch ergänzen.

      Herzliche Grüße
      Claudia

  3. Lisa sagt:

    Sehr interessant und eröffnet mir wirklich eine andere Sichtweise auf manche Menschen. Da ich eh schon dieses Weg unbewusst beschritten hatte, werde ich wirklich gestärkt damit umzugehen. Auch ich hatte schon mehr als einmal eine Kollegin die mich fast die Ausbildung oder den Job gekostet hatte. Zum Glück hatte ich einen Chef mit Menschenkenntnis. Aber durch dieses Artikel wird mir vieles klarer. Nur leider weiß ich nicht wie man solche Situationen vermeiden kann…
    Danke für den Artikel. 🙂

    1. Liebe Lisa,

      ich danke dir, dass Du Deine Erfahrung hier teilst. Ich glaube nicht, dass Gerede hinter dem Rücken grundsätzlich vermieden werden kann, weil es ein relativ ungefährlicher Weg ist, mit Problemen umzugehen. Der der nachredet, muss nicht in die direkte Konfrontation und kann so der Verantwortung ausweichen. Dadurch wird dieser Weg weiter von einigen Menschen genutzt werden. Ein offener, ehrlicher Austausch mit sich selbst und anderen ist die beste Lösung. Weil unsere Umwelt unser Spiegel ist, kommen so mit der Zeit andere Menschen zu uns. Diejenigen, die sich nicht trauen, verschwinden meist, weil sie mit der Offenheit nicht so gut umgehen können.

      Herzlichst
      Claudia

  4. Wildfangmama sagt:

    Ein toller Text, das jetzt hier zu lesen half mir gerade ungemein. Ich musste leider erleben, wie über meine Tochter (3 Jahre! !!) schlecht gesprochen wurde. Natürlich habe ich das über 3 Ecken erfahren und die Person, die es in den Umlauf gebracht hat, hat natürlich nicht mit mir gesprochen. Mich ärgert dieses Verhalten. Ich bin selbst ein sehr direkter und aufrichtiger Mensch und kann mit dieser Art von Verhalten nicht umgehen.
    Ihre Worte hier, Frau Heipertz, waren für mich Hilfe von Trost zugleich.
    Viele Dank!

    1. Liebe Wildfangmama,

      das freut mich, wenn Sie/Du hierin Trost gefunden haben. Für Ihre kleine Tochter ist traurig, dass sie bereits so früh eine solch unangenehme Erfahrung machen musste. Ich verstehe gut, dass Sie das ärgert. Dieses „Hintenherum“ ist gerade für Menschen mit den Wert „Wahrhaftigkeit“ oder „Ehrlichkeit“ schwierig.

      Alles Gute
      Claudia

  5. Maike sagt:

    Hallöle. Ich habe diesen Beitrag durch Zufall gefunden und muss zugeben, das dieser die Sichtweise tatsächlich schwer ändert denn:“ Mein Mann und ich sind ganz blöd und durch nicht richtigem handeln von unserer Seite aus, in die Schussbahn der gesamten Nachbarschaft geraten.
    Unser Quad soll kürzlich in der Nacht trotz Feststellbremse , rückwärts in das Auto eines Nachbarn gerollt sein. Wir vermuten zwar stark das Unser Quad ans Auto positioniert wurde aber darum kümmert sich eh die Versicherung. Mein Mann wollte allerdings das ganze vertraulich behandeln und dies ( ersteinmal ) mit dem Fahrzeughalter unter 4 Augen klären. Auf nachfrage eines anderen Nachbarn sagte mein Mann nur kurz und bündig :“ keine Ahnung ich hab nichts mitbekommen um einfach kein Aufsehen zu erwecken. Zwar haben Wir das ganze mit dem Fahrzeughalter geklärt und auch dem anderen Nachbarn mitgeteilt das man es nunmal verstehen muss, das Wir nicht wollen das sich jeder da einmischt der nichts damit zu tun hat und Wir lediglich erstmal aleine mit dem Fahrzeughalter reden wollten bevor Wir auf andere zugehen die vlt etwas gesehen haben könnten, aber diese Ansicht wird nicht akzeptiert. Wir sind die Lügner! Wir haben Angriffsfläche geboten durch absolute dummheit und werden seitdem ziemlich herabwürdigend behandelt. Man gibt Uns das Gefühl das man sich selber gar nicht kennt. Das das Drumherum besser beurteilen kann wie man ist. Einer redet über Uns und das was Er redet ist auch dann für die anderen Grund genug, sich ein schlechtes Bild von Uns zu machen. Die hilfsbereitschaft die Wir in der Nachbarschaft bisher immer leisteten wird vergessen. Die netten Gesten die von Unserer Seite kamen sind komplett verdrängt. Aber es zeigt Uns auch sehr, das unsere Nachbarn nicht die Stärke besitzen, auf Uns zuzukommen. Letzendlich ist es Uns aber jetzt auch nur noch egal.

    1. Liebe Maike,
      das hört sich nach richtig viel Stress an. Danke, dass Du Deine Erfahrung hier teilst. Vielleicht konnte mein Artikel ja ein bisschen helfen. Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass alsbald wieder Frieden einkehrt in der Nachbarschaft.
      Herzliche Grüße
      Claudia

  6. Ines Bittner sagt:

    Hallo, der Beitrag hilft mir, auf meine Sache einen anderen Blick zu werfen: ich komme nicht klar, wenn mir Worte angedichtet werden, die ich so nicht gesagt habe u durch dritte aber so angekommen sind u ich es durch Zufall hören musste! Eine Rechtfertigung oder Klärung erscheint mir zwecklos, da ich nicht ans Tageslicht bringen möchte, was ich alles zufällig mitgehört habe! Ich weiß nicht, wie ich mit mir u der Situation am besten umgehe?

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