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Die 10 größten Mythen über Achtsamkeit

Die 10 größten Mythen über Achtsamkeit

Eine der häufigsten Aussagen in Achtsamkeitsseminaren ist „Bei mir funktioniert das nicht.“ Wenn ich sie höre, weiß ich, dass in meinem Gegenüber gerade einer der Mythen über Achtsamkeit wirkt.

Das Problem dabei ist, dass der Begriff Achtsamkeit inzwischen inflationär verwendet wird. Immer häufiger finden wir ihn auch bei Angeboten, die meiner Meinung nach nichts damit zu tun haben. Das erschwert Interessenten nicht nur die Suche nach kompetenten Anbietern. Es führt auch dazu, dass Achtsamkeit missverstanden und erst gar nicht ausprobiert wird. So kommen diese Menschen natürlich nicht in den Genuss des darin verborgenen Schatzes.

Mythen über Achtsamkeit

Das ist wirklich schade, denn dieser Schatz sollte wirklich jedem zugänglich sein. Denn er verbindet uns auf einer tiefen Ebene mit dem Leben. Damit du dich leichter orientieren kannst, habe ich die wichtigsten Mythen über Achtsamkeit beleuchtet. Findest du einen dieser Mythen sehr einseitig in einem Angebot vertreten, lade ich dich ein, dort etwas genauer hinzuschauen.

1. Achtsamkeit ist eine Entspannungsmethode.

Viele meiner Kollegen kommen von diesem Punkt. Jon Kabat-Zinn hat die Achtsamkeitspraxis als Stressbewältigungsmethode in den Westen gebracht. Das tat er, damit die Menschen hier die Erkenntnisse und Methoden aus der buddhistischen Lehre leichter annehmen können. Inzwischen belegen viele Studien, dass regelmäßige Meditation Stress reduziert.

Das ist wunderbar. Die Sache hat nur einen Haken:

Wenn du mit der Erwartung zu entspannen an die Sache heran gehst, ist Frustration vorprogrammiert.

Stelle dir vor du sitzt auf deinem Mediationskissen mit dieser Erwartung. Nach einigen Minuten stellst du fest, dass du gerade total gestresst und unruhig bist. Es denkt in dir, dass diese Methode bei dir genau das Gegenteil bewirkt. Oder noch schlimmer, dass du das nicht kannst. Im ersten Fall zweifelst du an der Methode, im zweiten an dir. Das eigentliche Problem bleibt dir verborgen, wenn du so darauf schaust.

Ursache für den Stress während der Meditation ist deine Erwartung dich zu entspannen!

Meditation wird dich nur dann entspannen, wenn du deine Erwartung zu entspannen loslässt. Klick um zu Tweeten

2. Achtsamkeitspraxis ist kompliziert.

Dieser Gedanke zeigt, dass es eine Vorstellung davon gibt, was Achtsamkeit ist. Vielleicht siehst du jemanden in weißem Gewand mit verrenkten Beinen tief versunken auf einem Kissen sitzen. Ja, solche Leute gibt es. Sie haben diesen Weg gewählt. Tatsächlich geht es aber darum, dass die Praxis dein Leben hier und heute bereichert und dir mitten in deinem Leben – so wie es ist – wertvolle Erkenntnisse liefert. Mit dem Bild des Asketen im Kopf wirst du wahrscheinlich eine frustrierende Erfahrung machen. Für die meisten von uns ist dieses Bild keine reizvolle Vorstellung. Mit dieser Vorstellung wird Achtsamkeitspraxis anstrengend und kompliziert.

Wenn du dich auf diesem Blog ein bisschen umschaust, findest du den Begriff Meditation relativ selten. Das hat einen Grund. Für mich ist Achtsamkeitspraxis nicht gleich Meditation. Eher ist sie eine Haltung, aus der heraus ich die Ereignisse des Lebens betrachte. Sie bedeutet für mich, mich ohne Einschränkung allen Erfahrungen zu öffnen und diese zu erforschen. Es ist dieses Öffnen für den Moment mit all seinen Erfahrungen, was Achtsamkeit ausmacht. Ganz egal, ob das nun auf dem Meditationskissen, im Fitnesscenter, auf der Arbeit oder im Supermarkt geschieht.

Wenn du Meditation als dieses offene Wahrnehmen verstehst, wird es einfach, weil du dich dann dem öffnest, was Leben wirklich ist. Du hast das als Kind perfekt gekonnt! Es gibt also nichts zu erlernen, sondern nur etwas zu erinnern.

Nicht Achtsamkeit ist kompliziert. Das was wir darüber denken macht es kompliziert.

3. Mit Achtsamkeitspraxis hört das Denken auf.

Stress ist mit vielen Gedanken verbunden. Das Gedankenkarussell läuft rund, wenn wir im reaktiven Modus durch die Welt laufen. Einer der häufigsten Wünsche von Teilnehmern ist, mit der Mediation ihre Gedanken anzuhalten oder sie zu löschen. Manche denken sogar, sie dürften während der Mediation nicht denken und machen sich Vorwürfe, wenn es doch passiert. So ist Frustration vorprogrammiert, weil du das Unmögliche versuchst.

Wir können nicht nicht denken!

Das bedeutet, dass das Denken ein Teil der Übung ist. In der Achtsamkeitspraxis nehmen wir die Gedanken wahr, registrieren sie und lassen sie dann los. Dieses Vorgehen hat mehrere Vorteile. Erstens erkennst du, was da in deinem Oberstübchen vorgeht. Nur bewusste Gedanken lassen sich überprüfen. Bei rund sechzigtausend Gedanken pro Tag ist es doch wunderbar, wenn du mehr davon mitbekommst. Nur dann kannst du prüfen, ob deine Gedanken wahr sind. Zweitens erkennst du, dass diese Gedanken Körperempfindungen und Gefühle auslösen. Eine sehr wichtige Erkenntnis, um dein Wohlbefinden aktiv zu steuern. Drittens erkennst du, dass du eine Wahl hast, ob du einen bestimmten Gedanken weiterdenken willst.

Damit hast du Macht über den Gedanken.

Wow! Das sind wertvolle Erkenntnisse. Genau darum geht es: Um Erkenntnis!

Wenn du also nicht versuchst, deine Gedanken zu stoppen, sondern sie erforschst, kommst du in den Genuss von Erkenntnissen und wichtigen Antworten für dein Leben. Es sei hier noch erwähnt, dass sich mit regelmäßiger Praxis die Anzahl der Gedanken reduziert (aber eben nur, wenn du nicht bewusst versuchst, das zu erreichen).

Das Denken hört also nicht auf aber die Gedanken verlangsamen sich.

4. Achtsamkeit ist eine Religion.

Es ist wahr, das Achtsamkeit zunächst in Klöstern praktiziert und auf diesem Wege weitergegeben wurde. Sowohl in der buddhistischen als auch in christlichen Traditionen ist die Achtsamkeitspraxis bekannt. Ich erwähne andere Glaubensrichtungen hier nicht, weil ich darüber zu wenig weiß. Ich gehe aber davon aus, dass auch die Sufis und andere Glaubensrichtungen Methoden zur Versenkung angewendet haben. Wie anders hätten sie solche tiefen Weisheiten hervorbringen können.

Die ursprünglichste Methode, wird heute noch in den Klöstern Sri Lankas, Thailand und Burmas angewandt und gelehrt. Die Tradition heißt Theravada und die Meditation Vipassana. Diese Tradition ist über 2.500 Jahre alt.

Ich nutze diese Meditation und auch das alte Wissen darüber ohne praktizierende Buddhistin zu sein. Der Begriff Vipassana kommt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Erkenntnis. Auf eine sehr bodenständige Weise lädt dich die Achtsamkeitspraxis ein, eigene Weisheit zu entwickeln. So lernst du, Verantwortung für deine Wahrnehmung der Welt zu übernehmen und diese mit deinen Werten zu verbinden.

Du verbindest dich mit dir und dem Leben. In diesem Sinne ist es Religion. Denn Religion bedeutet Rückverbindung.

5. Für die Achtsamkeitspraxis brauchst du viel Zeit.

Vielleicht siehst du jetzt wieder das Bild von dem Asketen, der stundenlang auf seinem Kissen sitzt. Du denkst, dass das bei deinem hektischen Alltag niemals möglich wäre.
Jetzt lasse ich dich mal in meine Alltagspraxis blicken. Jeden Morgen nehme ich mir die ersten 30 Minuten Zeit, um mich wahrzunehmen. Währenddessen werde ich wach, sitze mit meinem Kaffee im Bett oder auf dem Balkon, gehe ins Bad, dusche, bereite mir ein Frühstück usw. Ist dir etwas aufgefallen? Genau, ich habe nicht auf dem Kissen gesessen. Das Einzige, was ich tue ist, meine Absicht zu verändern auf: Wahrnehmen und erforschen, was jetzt ist. Mehr nicht!

Abends setzte ich mich 10-20 Minuten ruhig hin und meditiere. Das schaffe ich nicht täglich. Wenn mich ein Gefühl quält, mache ich eine Meditation auf Gefühle oder manchmal auch eine Körpermeditation bevor ich einschlafe. Ab und an steht Yoga auf dem Plan. Ich nutze jede Gelegenheit – ganz egal, ob im Fitnessstudio oder in der Warteschlange – um wahrzunehmen, was gerade in mir ist. Etwa einmal im Jahr frische ich meine Praxis wenn möglich in einem mehrtägigen Meditationsretreat auf.

Sogar wenn du nicht meditierst und nur deine Haltung veränderst, wirst du mit der Zeit eine Veränderung wahrnehmen.

Dieser Mythos ist also nicht wahr!

6. Achtsamkeit bewahrt dich vor Schmerzen und unangenehmen Gefühlen.

Echt jetzt! Hey toll, endlich etwas, das mich für alle Zeiten zum glücklichen Menschen macht. Erleuchtung komme! Ich werde nie wieder unglücklich sein…

Kleines Späßchen…

So funktioniert das natürlich nicht, auch wenn sich das mancher wünschen würde. Hier möchte ich dann doch mal eine Weisheit heraus kramen, die im Buddhismus verankert ist. Dieser erkennt an, dass es Leiden in der Welt gibt und ein Weg aus ihm herausführt. Buddha hat nie gesagt, dass es nie wieder Leiden gibt. Das ist eher eine westliche Sicht. Er sagte, dass Leiden überwunden werden kann.

Wir Menschen verdrängen, ignorieren, verleugnen oder wehren Schmerz ab. Innen drin ist er aber noch da. Wir nähren ihn weiter durch unser abwehrendes Denken. In unserer Welt bewerten wir Schmerz negativ, so wie wir auch Gefühle als positiv und negativ bewerten. Dadurch tragen wir aktiv dazu bei, dass wir leiden.

Bewertungen sind die Ursache von Leid. Klick um zu Tweeten

In der Achtsamkeitspraxis werden Gefühle wahrgenommen, registriert und erforscht. Mit bewertenden Gedanken wird auf dieselbe Weise verfahren. Wir versuchen nicht, das alles wegzubekommen. Im Gegenteil, wir laden die Erfahrung ein und erforschen sie. Hierdurch bekommt sie Raum, sie fühlt sich gesehen und verschwindet von ganz alleine wieder. Denn alles verändert sich. Das ist ein Naturgesetz.

Im ersten Fall geben wir den unangenehmen Gefühlen oder Schmerzen Energie. Dadurch bleiben sie bestehen. Schauen wir mit einer achtsamen Haltung darauf, öffnen wir uns der Erfahrung. Wir wenden keine Energie für den Widerstand auf. Das hilft uns, unangenehme Gefühle leichter zu überwinden.

Dieser Mythos stimmt also nicht. Richtiger wäre, dass Achtsamkeit uns hilft, mit unangenehmen Erfahrungen umzugehen.

7. Achtsamkeit und Meditation sind dasselbe.

Diese beiden Begriffe werden häufig synonym benutzt. Das ist nicht ganz richtig. Meditation ist ein Tool, mit dem man Achtsamkeit üben kann, so wie es auch Yoga ist. Meditation ist die Trainingsmatte. Achtsamkeit selbst ist eine Haltung, mit der wir Erfahrungen begegnen. Sie ist das Wahrnehmen dessen, was im Augenblick geschieht.

Dafür brauchst du keine Meditation. Das geht überall und mit allem. Ganz egal, ob du gerade im Gespräch mit einem anderen Menschen bist, auf den ICE wartest oder dich in einem Meeting einer ablehnenden Aussage gegenüber siehst.

Achtsamkeit begrüßt Erfahrungen, wie sie sind.

Wir nehmen sie an und öffnen uns der Welt. Meditation lehrt unseren Geist, bei einer Sache zu bleiben – also Wahrnehmung zu üben. Dieser Mythos ist nicht wahr.

8. Achtsamkeit ist esoterischer Firlefanz.

Woher dieser Mythos kommt, kann ich nur spekulieren. Die ersten Meditationen und östlichen Lehren kamen mit der Hippiewelle in den Westen. Die damaligen Blumenkinder lebten Love and Peace auf ihre Weise. Manche verschwanden für Jahre in irgendwelchen Ashrams in Indien. Andere wurden Mönche in buddhistischen Klöstern. Als dann vor Jahren die Esoterikbewegung aufkam, passte das wahrscheinlich gut dazu. Dort wird auch Love and Peace angestrebt, wobei Leid hier häufig verneint wird. Wer bis hier her gelesen hat, ahnt inzwischen wahrscheinlich, dass Achtsamkeit mit seinem hohen Grad an Eigenverantwortung und Disziplin nicht das ist, was die Esoterikbewegung gesucht hat. Dort wird das Unangenehme immer noch fleißig weg affirmiert, Heil vorhergesagt und Unheil gedeutet oder analysiert.

Achtsamkeit ist etwas für mutige Menschen, die Klarheit anstreben und auf jeglichen Firlefanz verzichten wollen –  für solche, die die Realität erfahren und ihr souverän begegnen wollen.

Dieser Mythos ist unwahr!

9. Achtsamkeit ist Flucht vor der Realität

Wer diesen Mythos erfunden hat, hat wahrscheinlich den Asketen oder Aussteiger im Sinn. Wie du schon erfahren hast, ist sie genau das Gegenteil. Mit Achtsamkeit erforschst du die Realität, wie sie wirklich ist. Du überprüfst deine Gedanken, Illusionen und Bewertungen darauf, ob sie wahr sind. Sind sie es nicht, fragst du dich, ob sie dir gut tun oder für irgendetwas nutze sind. Du schaust hin und gewinnst Erkenntnisse über dich.

Wie könnte Erkenntnis möglich sein, wenn du nicht mit der Realität in Kontakt bist?

Deshalb ist dieser Mythos nicht wahr. Achtsamkeit ist für Realisten!

10. Achtsamkeit ist ein Trend.

So neu ist es zwar nicht, aber inzwischen ist Achtsamkeit salonfähig geworden. Hier im Westen ist diese Praxis etwa seit den 1950ern bekannt. Mitte der Siebziger gründeten Jack Kornfield, Josef Goldstein und Sharon Salzberg die Insight Meditation Society. Damit begann die Verbreitung der Achtsamkeitspraxis im Westen zunächst noch als spirituelle Praxis. Mitte der 1990er hat Jon Kabat-Zinn mit seinem MBSR-Programm die Achtsamkeitspraxis in die Mitte der Gesellschaft geholt.

Seitdem wird verstärkt geforscht. Meditierende Gehirne wurden untersucht und es entstand ein neuer Wissenschaftszweig – die Meditationsforschung. Ulrich Ott ist einer der führenden Wissenschaftler in diesem Bereich.

Langsam entstanden die ersten Managerseminare. Zu Beginn waren Unternehmen noch skeptisch. Inzwischen ist die Achtsamkeitspraxis in den Führungsetagen angekommen. Sie wird sogar als Führungsinstrument betrachtet. Einige Unternehmen haben erkannt, welches Potenzial die Besinnung auf die Realität in sich birgt.
Intuition, Klarheit, Verantwortung und Realitätsnähe sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Führungskraft.

Wer hierzu mehr erfahren möchte, dem empfehle ich den Film From Business to Being. Er zeigt, wo wir mit der Achtsamkeit bereits stehen.

Leider wird der Begriff Achtsamkeit inzwischen inflationär verwendet und das auch dort, wo etwas ganz anderes gemeint ist. Dadurch ist bei manchen inzwischen ein gewisser Überdruss zu erkennen. Der Markt ist unübersichtlich geworden. Es ist daher nicht mehr nur ein Trend, sondern wir befinden uns bereits in der Phase der Integration  – also eher in der Plateauphase.

Fazit:

Ich habe diesen Artikel geschrieben, um mit einigen Mythen aufzuräumen und dem Überdruss entgegen zu wirken. Mein Anliegen dabei ist, dass du bestehende Angebote besser einschätzen kannst. So hast du eine Entscheidungsgrundlage, wenn du dich näher damit beschäftigen möchtest.

Auf den Punkt gebracht ist Achtsamkeit eine Haltung, mit der du dem Leben begegnest, so wie es wirklich ist.

Eine achtsame Haltung erlaubt dir souveräner auf angst- oder stressauslösende Auslöser zu reagieren und bewusstere Entscheidungen auf der Basis deiner Werte zu treffen. Dein Geist klärt sich und du kannst Illusionen leichter von der Realität unterscheiden. Dabei erkennst du, was in dir vorgeht, kannst dich selbst durch unangenehme Zustände begleiten und lernst zu führen, dich selbst und andere.

Achtsamkeit ist eine innere Haltung, die dich menschlich reifen lässt. Du gewinnst an Erkenntnis, Weisheit und Empathie dazu.

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6 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Claudia,
    danke für das Aufräumen mit den Mythen.
    Mir begegnet noch die Annahme, wer einmal einen Kurs gemacht hat, der kennt die Achtsamkeit. Mal eben in 8 Wochen gelernt.
    Für mich ist es eine tägliche Übung. Da darf ich dran bleiben. Mal passiert nichts und dann wird es wieder unglaublich spannend.
    Herzerfrischende Grüße,
    Barbara

    1. Liebe Barbara,
      schön, mal wieder von dir zu lesen. Diese Annahme kenne ich auch. Danke, für’s Ergänzen. Ich glaube auch, dass es die tägliche Übung ist und mache ganz ähnliche Erfahrungen wie du.
      Ganz liebe Grüße
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    ich kann dir nur aus ganzem Herzen zustimmen!
    Unsere Erwartungshaltung behindert uns so oft und macht es nahezu unmöglich neue Erfahrungen einfach zuzulassen.
    Aussagen wie „Nee, das ist nix für mich!“, lassen schon auf einen deiner vorgestellten Mythen abzielen. Die Trefferquote
    liegt bei 100%. Wie unglaublich schade!
    Viele meine Patienten bekommen vor der Hypnose immer und immer wieder den Hinweis:
    „Erwarte nichts (Spektakuläres) und du wirst Alles bekommen“.
    In diesem Sinne, danke für deinen Artikel. 😀

    Herzliche Grüße
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Ich finde das auch schade, weil Widerstände häufig die Leidensdauer massiv verlängern. Ich erzähle dann manchmal von der Heldenreise. Der Held muss durch den dunklen Wald und den Drachen besiegen, bevor er die Prinzessin befreien kann 😉 So ist das ja auch ein bisschen, wenn wir uns an etwas Neues heran wagen. Ich kann mir vorstellen, dass die Erwartungen bei der Hypnose teilweise sehr widersprüchlich sind.
      Herzliche Grüße
      Claudia

  3. dimensionen sagt:

    Liebe Claudia,
    eine tolle Zusammenfassung! Ich denke eigentlich, dass die meisten dieser Mythen nur bei Menschen auftauchen, die sich nicht wirklich damit beschäftigt haben. Achtsamkeit ist ja eigentlich die Eigenschaft von dem, was wir sind, jedes Lebewesen ist achtsam, wenn es sich nicht mit Gedanken identifiert und darin „verschwindet“.
    Ich möchte mir wagen, deiner Annahme, „wir können nicht nichts denken“ zu widerspechen. (-; Ich habe es immer wieder so erlebt und bestätigt gesehen, dass es nicht möglich ist, einen Gedanken zu haben, wenn man im Moment präsent ist. Das geht nicht gleichzeitig, es schließt sich aus. Das sind natürlich in der Regel (anfangs) Bruchteile von Sekunden, sodass wir das Nichtdenken nicht so leicht realisieren. Die Frage ist also eher, wie lange können wir nichts denken (im Moment präsent sein), anstatt, ist nichts denken überhaupt möglich. Aber mit dem Versuch, bewusst nichts zu denken werden wir natürlich eher scheitern. Liebe Grüße!

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