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7 Phasen zu einer guten Entscheidung – Warum Abkürzungen keinen Sinn machen!

7 Phasen einer guten Entscheidung

Jede Entscheidung hat ihren Preis!

Diesen Satz kennt nahezu jeder. Die wenigsten werden gerne an ihn erinnert. Er klingt nach Konsequenzen und Ungewissheit. Für mich ist er der Satz, der dem Entscheidungsprozess die Konsequenz verleiht. Mit diesem Satz muss ich Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Er lädt mich ein zu prüfen, ob ich zu meinen Entscheidungen stehen kann.

So hat die Erinnerung an ihn mich in der letzten Zeit umgetrieben.

Irrwege und ihre Folgen

Als ich vor zwei Jahren meine gut gehende lokale Coachingpraxis aufgab, wusste ich genau, wohin die Reise gehen sollte. Ich hatte mich lange auf diesen Schritt vorbereitet. Mit dieser Veränderung wollte ich den Schritt zum ortsunabhängigen Arbeiten wagen – nicht ganz aber in Teilen. Gesagt, getan…

Zu Beginn war ich begeistert und inspiriert. Das kenne ich von mir. Als Idealistin mit visionären Tendenzen treibt es mich manchmal schneller, als mir das lieb ist. Vom Online-Business wusste ich wenig. Mit meiner langjährigen Marketingerfahrung fühlte ich mich dennoch sicher. Damit kannte ich mich aus. Ich fühlte mich gut vorbereitet.

Nicht vorbereitet war ich auf die Zweifel, die sich bereits ein halbes Jahr nach meinem Start einstellten. Meine Begeisterung hatte stark nachgelassen. Erst langsam wurde mir klar, dass es sich dabei nicht nur um eine Phase handelte. Es war einmal mehr mein Körper, der mir die Richtung wies. Ich wurde krank. Ohne meiner Begeisterung und Kraft konnte ich nicht wie zuvor weitermachen. Dadurch brachen die vormals motivierenden Umsatzzahlen ein. Meine Seminare wurden weniger gebucht. Nur in den Coachings mit meinen Kunden spürte ich noch diese tiefe Freude, die mich sonst ausmacht. Ich war verwirrt.

Jedem großen Entwicklungsschritt geht eine Phase der Verwirrung voraus! Klick um zu Tweeten

Trotz meiner Verwirrung vertraute ich ein weiteres Mal in mich und das Leben.

Die Herausforderung beim Schopf packen

Meine Entscheidung für das digitale Arbeiten hatte einen hohen Preis gefordert. Genau das erlebte ich nicht zum ersten Mal in meinem Leben. Dieser Vorgang zeigte ein mir bekanntes Muster. Etwa alle sechs Jahre durfte ich mich auf diese Weise erneuern. Jedesmal wurde der Vorgang mit Gefühlen von nachlassender Begeisterung und größter Verwirrung eingeleitet.

Da ich das schon kannte und wusste, dass sich hier etwas neu organisiert, ließ ich mich auf diesen Prozess ein.

Kaum entschieden, kamen all die Zweifel auf: „Bin ich wirklich bereit, alle Konsequenzen aus dieser Entscheidung zu tragen. Wohin wird mich diese Entscheidung führen? Alles ist möglich. Eine Pleite ist nicht ausgeschlossen. Mit Anfang fünfzig keine verlockende Vorstellung. Was ist, wenn ich nicht wieder gesund werde.“

„Hm, …es könnte aber auch alles gut ausgehen!“

Großreinemachen

Mit meiner körperlichen Verfassung war alles möglich. „Wie soll ich so ein Unternehmen aufbauen? Werde ich dem gerecht, was ich für notwendig und richtig erachte? Wie kann ich damit weitergehen und diese Zeit positiv nutzen?“ Es kamen immer mehr Fragen auf. Ich begann all das aufzuschreiben, um es später leichter nachvollziehen zu können.

Mein vor Jahren beiseite gelegtes Prozessbuch wurde reaktiviert. Ich beantwortete jede meiner Fragen schriftlich. Nicht einmal, sondern immer wieder. Ich stellte neue Fragen, bis keine mehr kamen und Klarheit übrig blieb.

Schreiben im Prozess ist wie ein Frühjahrsputz! Klick um zu Tweeten

Ein großes inneres Reinemachen. All der Unrat fliegt raus und Kostbares erscheint an der Oberfläche.

Vergessene Schätze

In meinem Fall ist dieses Kostbare ein Wunsch, der mich schon sehr lange begleitet. Ich hätte ihn bald vergessen, weil er mich an die Zeit als Angestellte erinnerte. Nun wurde deutlich, dass sich dieser Teil von mir nicht vergessen lassen wollte.

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Schmerzhafte Erfahrungen sind der Sand, aus dem die Muschel die Perle hervorbringt!

Ich analysierte meine Misserfolge und Schmerzgeschichten und schrieb jede von ihnen neu. Mich interessierte die Essenz in all diesen Erfahrungen. Welche Werte waren in jeder Geschichte angesprochen worden? Welche Erkenntnisse und Kompetenzen hatte ich daraus mitgenommen? Langsam entstand ein klares Bild, das mich erstaunte. Mein Herz will…

Menschen für die Wirtschaft stärken und Wirtschaft menschlicher gestalten!

Ich erinnerte mich daran, wie sehr ich es auch genossen hatte, mich in der Wirtschaft zu bewegen. Alle Fäden aus meiner Vergangenheit liefen nun zusammen. Jede einzelne Erfahrung meiner Geschichte macht plötzlich Sinn.

Der Preis

Ich bin froh, dass ich den Konsequenzen meiner Entscheidung ins Gesicht gesehen habe. All diese Erkenntnisse wären mir ansonsten verborgen geblieben. Für mich war es der einzige Weg, um wieder Begeisterung und Inspiration zu spüren. Das hat mich bereit gemacht für den nächsten Schritt:

Ich verändere meine Positionierung und spreche wieder mehr die Zielgruppe an, mit der ich einmal begonnen habe.

Eine gewagte Entscheidung, die mich manche Nacht hat wach liegen lassen. Was mache ich mit den wunderbaren Menschen, die sich in den letzen Jahren für meine Inhalte interessiert haben? Ich möchte sie nicht vor den Kopf stoßen. Besonders am Herzen liegen mir meine Newsletterleser und eine Facebookgruppe. Hier stand ich vor der Herausforderung etwas loszulassen, in das ich viel Engagement und Herzblut hinein gegeben hatte.

Als Unternehmer stehen wir an einem Tag am Abgrund. Kurz darauf bewegen wir uns in großen Schritten auf unser Vision zu. Wir wissen es nie vorher. Wir beobachten, testen und überprüfen. Erst dann wissen wir, ob eine Idee gefruchtet und die Strategie wirklich funktioniert hat.

Die Entscheidung

So ist die Entscheidung für einen neuen Weg häufig mit Verletzlichkeit verbunden. Diesen Preis haben wir zu zahlen. Es ist, als würde ich über eine wackelige Hängebrücke gehen, ohne zu wissen, ob sie hält.

Neuland zu betreten, geht mit dem Gefühl der Verletzlichkeit einher. Klick um zu Tweeten

Wenn du, wie manche meiner LeserInnen gespannt auf die neuen Inhalte gewartet hast, weißt du jetzt, warum ich in der letzten Zeit wenig veröffentlicht habe. Was sollte ich schreiben? Das Alte war nicht mehr stimmig und das Neue noch nicht da. Wenn dich die neuen Themen weniger interessieren, danke ich dir für die gemeinsame Zeit. Ich trage dich als Teil meines Weges im Herzen – besonders dann, wenn wir uns persönlich kennengelernt und miteinander gearbeitet haben.

Während meines Rückblicks konnte ich gut erkennen, welche Menschen am meisten von meiner Arbeit profitiert haben. Es waren überwiegend Menschen mit einer Mission und hohen Werten – UnternehmerInnen, Selbstständige, Führungskräfte und Frauen vor einem mutigen Schritt. Diesen Faden möchte ich wieder aufgreifen und weiterspinnen.

Es bleibt spannend!

Jetzt geht es an die Umsetzung. Auf meiner Webseite siehst du schon erste Veränderungen. Es gibt noch viel zu tun. Mein Blog spricht noch eine andere Sprache, meine Social Media Profile ebenfalls. Ich habe entschieden, es mit Bedacht und Schritt für Schritt anzugehen.

Zukünftig wirst du auf diesem Blog mehr über diese Themen erfahren:

  • Selbstführung & empathisches Führen
  • sanfte Markenführung
  • achtsames Marketing

So geht jetzt eine zweijährige Phase des Ringens um Übereinstimmung in die spannende Phase über. Im Grunde mache ich dasselbe, nur auf einer anderen Ebene. Ein weiteres Mal treffe ich die Wahl, mit alle Konsequenzen meine Entscheidung zu tragen. Mal sehen, welche es sein werden!

7 Phasen zu einer guten Entscheidung

Ich habe mich entschieden, dich an allen Phasen meines Entscheidungsprozesses teilhaben zu lassen. So siehst du nicht nur das Ergebnis, sondern kannst nachvollziehen, wie es entstanden ist. Das ist für mich der aufrichtigste Weg, dich an den folgenden Veränderungen teilhaben zu lassen und du hast auch etwas davon. Du kannst die 7 Phasen auf eigene komplexe Entscheidungsprozesse anwenden. Es wird leichter und geht schneller, wenn die Phasen bekannt sind.

Hier sind nun die 7 Phasen meines Entscheidungsprozesses für dich:

  1. Phase: Verwirrung

    Du kannst sie nicht auslassen. Sie ist notwendig, damit du dich auf den Weg machst. Das Leben ist weise. Es lässt nicht zu, dass du dauerhaft den falschen Weg gehst.

  2. Phase: Analyse

    Bevor du eine neue Richtung einschlägst, brauchst du Kenntnis deiner Wurzeln. Indem du deine Geschichte verstehst und sie neu bewertest, wird der rote Faden darin für dich erkennbar.

  3. Phase: Strukturieren, Aufräumen

    Dies ist die Phase des Sichtens und Siebens. Hier schaust du, was weg kann, was sich nach einer Veränderung anfühlt und was auf jeden Fall bleiben sollte. Diese Phase sollte mehrmals im Prozess wiederholt werden – solange, bis nur noch die Essenz übrig bleibt.

  4. Phase: Mission, Vision und Ziele

    Schreiben ist auch hier wieder eine gute Möglichkeit, dich zu klären. Du hast nicht eine große Vision und fertig. Eine Vision ergibt sich aus dem, wer du sein willst, was du kannst und was du der Welt zu geben hast. Sie ist flexibel und lebendig. Deshalb entwickelt sie sich im Prozess. Es läuft etwa so: Für den Moment ist sie klar. Du gehst deine Schritte. Dann verändert sie sich und die Sache beginnt von vorne. Das Einzige, das sich nicht verändert, ist deine Mission – also dein Warum. Sie vertieft sich eher. Je klarer sie dir ist, desto mehr Übereinstimmung erreichst du in der Vision.

  5. Phase:  Verantwortung

    Bevor du eine Entscheidung triffst, solltest du mögliche Konsequenzen abwägen. Mache dir klar, was geschehen kann – vom Katastrophen-Szenario bis zur Traumlösung. Schau, ob du wirklich bereit bist, den Preis zu zahlen. Bist du es nicht, wirst du bei der ersten größeren Herausforderung aufgeben und dir Vorwürfe machen. Deshalb ist es sinnvoll, gut darüber nachzudenken.

  6. Phase: Entscheidung

    Wenn du bereit bist, triff deine Entscheidung. Triff sie so, dass du in dir Übereinstimmung spürst. Spreche erst darüber, wenn du ganz sicher bist – außer du besprichst es mit deinem Coach, Mentor (m/f) oder Erfolgsteam. Lasse deine Entscheidung reifen und zeige dich damit in deinem Tempo. In diesem Artikel spreche ich darüber, was bei dem Schritt in die Öffentlichkeit zu beachten ist.

  7. Phase: Umsetzung

    Dann leg los. Überlege dir, welche Schritte dich auf entspannte Weise an dein Ziel bringen. Lasse alles weg, was nicht dazu gehört. Das ist einer der schwierigsten Schritte. Du hast Herzblut und Engagement in deine Projekte hineingesteckt. Deshalb fällt es so schwer. Ohne geht es aber nicht weiter. Würdige dieses Engagement, dann geht es leichter. Definiere nun deine Schritte und setze sie bedacht und strategisch um. Hingespürt und analysiert hast du lange genug. Jetzt kommt wieder eine Phase der Aktivität.

Diese sieben Phasen verlaufen spiralartig. Das heißt, du kommst immer wieder an jeden dieser Punkte. In jeder Phase gibt es wiederum alle Phasen. Mit jedem Durcharbeiten gewinnst du mehr Tiefe und Klarheit.

Dieser Artikel ist ein Statement. Er ist die Stunde Null für das Neue, das kommen wird. Ich freue mich darauf.

Und du?

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Claudia

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8 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Claudia, welch ein ehrlicher und persönlicher Artikel. Danke auch für die Struktur des Prozesses für eine gute Entscheidung. Die wenigsten Themen verlaufen linear. Die wichtigen Themen unseres Lebens „tanzen“: 2 vor und einen zurück 😉
    Herzliche Grüße Lioba

    1. Liebe Lioba,
      vielen Dank für Feedback zu diesem Artikel. Das bedeutet mir sehr viel. Du weißt ja, wie ich mit mir gerungen habe. Von Herzen Danke für deine Unterstützung in diesem Prozess.
      Herzliche Grüße
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    schön wie Du Deinen inneren Reifeprozess beschreibst. Kann ich auch nur bestätigen, durch`s eigene Schreiben gewinnt man an Klarheit. Eine Klarheit, die von innen heraus entsteht.
    Alles Liebe und toi toi toi, wünscht Dir Alexandra 🙂

  3. Nina Witte sagt:

    Liebe Claudia,
    was für ein toller, ehrlicher Artikel – genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen, nehme ich deine Erfahrung als Motivation für meinen Weg. Ich fühle mich durchweg angesprochen und verstehe viele deiner Gedanken sehr gut. Dadurch sehe ich in den Erfahrungen, die man sammelt noch mal einen Sinn und werde noch mal andere Perspektiven einnehmen, um alles zu betrachten.
    Bleib weiter mutig und vielen Dank für deine Motivation!

    1. Liebe Nina,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich, dass der Artikel Dich motiviert, noch einmal anders darauf zu schauen. Das klingt nach einer guten Idee. Mutig ist mein 2. Vorname 😉

      Von Herzen alles Gute für Dich!

  4. Puuuh, liebe Claudia,

    die Bestellung ans Universum hat geklappt. In einer Phase, wo sich sehr viele Sachen unfassbar gut anfühl(t)en, klären sich Beziehungen für mich. Das Sortieren, Verschriftlichen, erneute Analysieren usw. sehe ich gerade visualisiert durch Deine Schritte 1-7. Ja, ich finde mich bei diesen Punkten für mehrere Entscheidungen, die ich in 2017 und 2018 getroffen habe, in unterschiedlichen Phasen wieder. Das, was Lioba als linear beschrieb, sehe ich als parallel laufende Schleifen, denn – wie das Leben so spielt – greift vieles in einander über.

    Für mich ist ein Glück bald Herbst, meine liebste Jahreszeit und traditionell die Zeit der Reflexion und Unternehmensentwicklung. Und da kommt das (und Du bald) genau richtig.

    Herzlichen Dank für diese wunderbare Zusammenfassung.

    1. Lieber Christoph,

      spannend, was Du schreibst. Die Perspektive der parallel laufenden Schleifen kannte ich noch nicht. Für mich ist es eine Spirale. Und jeder kommt ans Ziel. Ich freue mich auch auf den Herbst. Danke, für Deine Rückmeldung zu diesem Artikel.

      Herzlichst
      Claudia

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