Spiritueller Hochmut und selbsternannte Gurus.

Spiritueller Hochmut und selbsternannte Gurus.

Kommentare

  
  1. Kiwi sagt:

    Liebe Claudia!
    Als ich diesen Artikel gesehen habe, musste ich grinsen. Denn ich kann dein Gefühl gut nachvollziehen. Auch bei mir hinterlassen einige Menschen einen faden Geschmack und das sichere Gefühl, das irgendwas nicht stimmt. Was mir allderings völlig abgeht, ist der Wunsch, sich einen Guru oder Führer zu suchen. Aber das erscheint wohl eine große Sehnsucht in uns Menschen zu sein…Wütend machen mich diese Menschen nie. Je größer sie sich selbst machen, desto weniger interessieren sie mich…Es gibt nur wenige starke und sichtbare Menschen, die in der Lage sind, so wie dein Coach, NICHT der Verlockung zu erliegen, sich selbst aufzublasen, mit dem, was sie erreicht haben. Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Stolz auf die eigenen Fâhigkeiten und dem, was man den Menschen geben kann und dem ‚in die Brust werfen‘, was manchmal damit einhergeht. Eine Herausforderung für jeden der wachsen will, da auf dem Boden zu bleiben und sich trotzdem gut zu finden! 😉
    Vielen Dank für deinen Beitrag! Ich finde ihn klasse!!

    Liebe Grüße,
    Kiwi

    • Liebe Kiwi,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Wie schön, dass Dir der Beitrag gefällt.

      Wie ich geschrieben habe, hat es mich etwas Überwindung gekostet, meinen Gefühlen in diesem Beitrag Ausdruck zu verleihen und dann auf die „Veröffentlichen“-Taste zu drücken. Umso mehr freue ich mich darüber, dass es Menschen da draußen gibt, die ähnlich empfinden. Natürlich weiß ich auch, wie groß diese Verlockung ist, von der Du sprichst. Ich habe sie selber schon gespürt aber mit Achtsamkeit und Verständnis für die Hintergründe relativiert sich diese bei mir Gott sei Dank wieder schnell. Ich sehe es auch als sehr wichtig an, stolz auf die eigenen Fähigkeiten zu sein und diese wertzuschätzen. Mein Gefühl ist dabei, dass die sanfte Form der Wertschätzung den eigenen Gaben gegenüber hier ein guter Weg ist.

      Was die Sehnsucht nach einem Guru oder nennen wir ihn etwas sympathischer Mentor angeht, könnte das auch ein Hinweis auf die Suche im Außen sein. So war das zumindest bei mir. Erst als ich meinen kleinen „inneren Guru“ entdeckt hatte, war die Sehnsucht schlagartig weg 😉

      Dir einen ganz lieben Gruß
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    genau das sind auch meine Erfahrungen mit den selbsternannten Guru’s, weshalb ich in meinem allerersten Artikel bereits darüber schreiben musste. Irgendwer weiß immer, was gut für einen ist. Ich habe bis vor einigen Jahren auch immer wieder Menschen mit Begeisterung an den Lippen gehangen, die ihren Weg gefunden hatten und diesen für andere Preis gaben. Egal ob das in der Persönlichkeitsentwicklung oder in meinem sportlichen Beruf war. Immer wieder steckte ich in Ausbildungen, die kein rechts oder links zu ließen. Einige Zeit bin ich den dogmatischen Anleitungen immer gefolgt, die zunächst ja auch eine gewisse Sicherheit bieten. Nach einer gewisen Zeit wurde ich damit immer sehr unglücklich, denn sie schränken die eigene Kreativität maßlos ein. Was für ein Quatsch denke ich mir. Ich hinterfrage mittlwerweile sehr viel, werde dadurch vielleicht auch mal nervig, aber das ist mir egal.
    Das erste was ich in meiner Coachingausbildung gelernt habe, war hinter dem Klienten zu bleiben., ihn seine eigene Lösung finden zu lassen. Dies entspricht sehr meiner inneren Einstellung.
    Ich habe mich, und tue es manchmal immer noch, schwer getan einen Blog zu schreiben, denn da muss ich mit meinen Erfahrungen raus und das war ja eigentlich nicht der Plan. Aber ich denke so langsam habe ich einen Weg gefunden mir selbst dabei treu zu bleiben.
    Danke für diesen wunderbaren Artikel.
    Liebe Grüße,
    Janine

    • Liebe Janine,

      wow, danke für Deine so persönlichen Erfahrungen mit diesem Thema. Es gibt offensichtlich mehr Menschen, denen es mit diesem Thema ähnlich geht, als ich dachte. Das freut mich sehr und beruhigt mich auch irgendwie. Die Erfahrungen, die Du zur Deinen Ausbildungen beschreibst kenne ich auch sehr gut. Deshalb habe ich mich immer schon ein bisschen gesträubt, mich einer bestimmten Methode zu verpflichten. Ich glaube, kreative Menschen brauchen das Gefühl, etwas aus sich heraus zu erschaffen und es sich entwickeln zu lassen. Dir geht es da scheinbar ganz ähnlich.

      Ich finde es schon hilfreich, die Weisheiten von anderen Menschen zu hören. Deshalb lese ich gerne Bücher, die sehr tief gehen. Da wähle ich aber, offen zu sein. Ich kann mir herausnehmen, was ich brauche und was mich berührt. Die wenigsten „Gurus“ fragen aber im direkten Kontakt vorher, ob jemand offen dafür ist.

      Was Du in Deiner Coachingausbildung gelernt hast, ist Gold wert 😉

      Liebe Grüße
      Claudia

  3. Carina sagt:

    Liebe Claudia,

    wie du mir mit diesem Artikel aus der Seele gesprochen hast.
    Ich kann mich noch gut daran erinnern wie es mir mit meinen „Gurus“ ging. Ach was war ich neidisch und wie gerne wollte ich nur ein bisschen so sein wie sie. Eines schönen Tages hatte ich dann ein Aha-Erlebnis. Ich war mit einem meiner Gurus zum Kaffee trinken verabredet. Unser Treffen verlief so: ich hörte zu während er die ganze Zeit über sich sprach. Damit hatte sich dieses Kapitel für mich erledigt.
    Meine Qigong-Lehrerin sagte einmal zu mir: „Ich habe nur ein paar Stunden mehr auf dem Buckel, mehr nicht.“ Das hat mich sehr berührt und genau so sehe ich es mittlerweile auch.
    Ich kann nur jemandem die Hand reichen und ihn ein Stück des Weges begleiten, den ich bereits gegangen bin. Seine Fußabdrücke muss er jedoch selbst hinterlassen.
    Vielen Dank dass du mir die Möglichkeiten gegeben hast mir dessen noch einmal mehr bewusst zu werden.

    Ganz liebe Grüße und bis bald,
    Carina

    • Liebe Carina,

      ich danke dir von Herzen, dass Du hier über Deine Erfahrungen mit Deinen „Gurus“ sprichst und was für ein erhellendes Aha-Erlebnis. Wie gut es tut, wenn Dir dann jemand, wie Deine Qigong-Lehrerin sanft auf Augenhöhe begegnet. Ich glaube, dass solche Menschen viel heilsamer sind, als erstere es je sein können.

      Wie schön du das sagst mit den Fußabdrücken. Ich habe sofort ein Bild dazu und es gefällt mir <3.

      Ganz liebe Grüße und bis ganz bald
      Claudia

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