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Freiheit im Miteinander

Freiheit im Miteinander

Vom Glück der Freiheit – ein Gastbeitrag von Carolin Stark

Ich freue mich, für Claudia Heipertz` wunderbare Seite einen Gastbeitrag zum großen Thema „Freiheit“ schreiben zu dürfen.

Wie & wo fange ich an? Vielleicht tatsächlich am Anfang, an meinem Anfang: Meine liebe Familie, insbesondere meine drei älteren Geschwister, haben mich vor 39 Jahren derart überschwänglich als neuen Erdenbürger begrüßt und geknuddelt, dass mein erstes Wort „Lasie“ wurde (von „Lass sie“, O-Ton meiner Mutter). Eins meiner großen Themen ist daher  – „dank“ des Übergriffs – im wahrsten Sinne und des Anspruchsdenkens anderer an mich heran – das Thema

„Freiheit“ – Nähe, Distanz, Grenzen.

Ich lerne nun, auch im (gesunden) Grenzen-Setzen zu mir zu stehen. Und mir wird immer bewusster, wie wichtig mir meine innere Freiheit, ein „Mich-frei-fühlen-Dürfen“ ist: Ich möchte frei sein für Menschen, verschiedene Wahrheiten, für Räume, Weite, Luft. Und ich möchte frei sein von Enge, Routine, Zwängen, bestimmten Erwartungen, Ansprüchen. Ich liebe es frank und frei denken, fühlen und handeln zu dürfen, selbstverständlich möglichst ohne jemanden dabei zu Schaden kommen zu lassen. Immer lieber kommuniziere und agiere ich frisch von der Leber weg.

Für mich bedeutet Freiheit auch, meine Wahrheit auszusprechen, auch wenn das Gesagte unpopulär oder schwer verdaulich ist.

Ich möchte mich frei fühlen, mich mehr und mehr zu zeigen. Und stelle fest: Erlaube ich mir selbst, mich berühren zu lassen, so schenke ich auch dem anderen die Freiheit, selbiges zu tun. Diese sind ganz wertvolle Erfahrungen, die ich nun immer häufiger mache:  Zeige ich dem anderen auch meine unliebsamen Seiten, meine Ecken und Kanten – und stehe ich gleichzeitig zu diesen – so entspannt sich oftmals auch mein Gegenüber, mein Umfeld. Wenn ich einem anderen Menschen Freiheit einräume, verstärke ich meine eigene und ermächtige mich, im meinem Leben vorwärts zu gehen. Ich lerne:

Ich darf Kontakte und Freundschaften so gestalten, dass es sich gut anfühlt. Carolin Stark Klick um zu Tweeten

Glück der Freiheit in der Kommunikation

Mein großes Interesse gilt der wachen, bewussten Kommunikation – auch hier liebe ich Freiheit, für die ich mich immer wieder bewusst entscheiden kann: Wenn sich etwas im Gespräch, im Miteinander unangenehm anfühlt, möchte ich mich frei fühlen, es so zu verändern, dass es sich gut anfühlt.

Manchmal hilft es mir zu sagen: „Da möchte ich in Ruhe drüber nachdenken, ich komme wieder auf dich zu.“

Frei sein bedeutet auch, bewusst zu wählen: Ich würdige das, was du sagst, doch nun biege ich rechts ab.

„Du stehst für dich und fühlst deins. Und ich stehe gleichzeitig für mich und bin mir dabei ganz nah.“

Auch darf ich etwas einfach unkommentiert stehen lassen.

Ich traue mich nun auch immer häufiger „Ich habe gerade keine Lust“ zu sagen. Freiheit bedeutet auch, nicht durch jede offene Tür zu gehen, nicht an jedem Gespräch teilzunehmen, sondern sorgfältig abzuwägen, in was ich investiere.

Freiheit bedeutet auch, nicht durch jede Tür zu gehen! Carolin Stark Klick um zu Tweeten

Frei sein heißt: Ich wertschätze mein Bedürfnis nach Ruhe, Rückzug, Mich-Sortieren. Ich wahre meine eigenen Grenzen und schätze sie wert. Ich darf mich immer wieder fragen: Wann möchte ich mich zurückziehen, wann gesellig sein? Wo ziehe ich meine Grenze? Was lasse ich heute durch? Manchmal macht es auch Sinn und fühlt sich stimmig an, mir mit einer mir nahen Person die Zeit einer Austauschpause zu nehmen in dem Wissen, dass wir im Herzen (unter)einander verbunden sind und uns das nicht beunruhigen muss. Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang auch:

Ich lasse die Kontrolle über den Verlauf einer Beziehung los, ohne Nähe zu vermeiden. 

Ein wunderbarer Lernprozess ist es, den eigenen Raum, von dem Claudia Heipertz so oft spricht, immer feiner und bewusster wahrzunehmen:

Wie fühlt sicher dieser an?

Bei welchen Personen „gehe ich auf“, werde ich innerlich weit, und wann zieht sich etwas in mir zusammen, wann klemmt’s?

Ich spüre auch, wie schön es ist, selbst immer weiter zu werden, dem Kind in mir weiten Auslauf zu lassen, mich zu entfalten und mir Raum zu nehmen, ohne den anderen brüsk von mir zu schieben.

Wenn ich mich frei mache und mich mutig zeige, wenn ich meinen Wünschen und Sehnsüchten frei folgen kann, fliegt meine Seele. Schön ist das.

Alles Liebe

Carolin

Über Carolin:
carolin-stark Carolin Stark (39) lebt seit geraumer Zeit ihr Motto „Mut tut gut“, hat dieses Jahr einen Lebenskunst-Blog ins Leben gerufen & eine Ausbildung zur Kundalini-Yogalehrerin begonnen. Ansonsten ist sie Mutter, Musiktherapeutin, Duo-Partnerin (Klavier, Duo Bluetwos) & liebt das Lebendig-& Wachsein.Carolins‘ Blog: Seisofrei-Lebenskunst

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