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In wenigen Schritten sabotierende Gedanken aufdecken

In wenigen Schritten sabotierende Gedanken aufdecken

„Je mehr ich versuche das zu leben, was mir Freude macht, desto weniger gelingt es mir.“ 

„Da habe ich es endlich einmal geschafft und kurz darauf fällt alles wieder zusammen.“

„Wenn es mir mal richtig gut geht, bekomme ich einen Schuss vor den Bug.“

„Es ist, als wolle das Leben nicht, dass ich erfolgreich bin.“

Die Macht der Worte

Wenn du diese oder ähnliche Gedanken kennst, läuft in dir wahrscheinlich ein Programm der Selbstsabotage. Das ist ein Programm, das dein Leben und deine beruflichen Pläne gründlich durcheinander bringt. Mit solch einem Programm, realisierst du deine Pläne nur kurz oder gar nicht. Das ist ganz besonders frustierend, wenn du dich jedes Mal richtig ins Zeug legst und dann klappt es wieder nicht. Nach einer Zeit berappelst du dich zwar wieder und fängst von vorne an. Aber es fällt dir mit jedem Mal schwerer.

Menschen mit solchen inneren Programmen haben das Gefühl, ein Leben lang wie ein Kaninchen der Möhre hinterherlaufen, ohne sie jemals erreichen zu können. Wenn sie dann all die motivierenden Sprüche in den sozialen Medien hören, denken sie manchmal „Ich muss mich nur noch mehr anstrengen!“. Für eine kurze Zeit geht es wieder bergauf… Dann macht es wieder RUMS und alle Anstrengungen scheinen vergebens.

Das geht solange so, bis sie erkennen, wo das Programm seinen Ursprung hat. Diese Gedanken haben nur solange Macht über uns, wie sie unbewusst in uns wirken. Sobald sie bewusst werden, können wir eine Wahl treffen, sofern wir nicht mit ihnen identifiziert sind.

Du bist nicht deine Gedanken.

Einen Gedanken wahrzunehmen ist das Eine. Diejenigen von denen ich hier spreche, sind uns vertraut. Deshalb kommen kommen sie uns auch nicht seltsam vor. Wir winken sie durch, ohne groß darüber nachzudenken. Das ist ganz besonders bei den Gedanken so, mit denen wir identifiziert sind. Sie sind unsere Wahrheit – unser Gebet. Wir glauben ihnen, weil wir sie nicht ohne weiteres aufgeben können. Würden wir es tun, wäre unsere Identität – unser Selbstbild – oder das, was wir für die Wahrheit halten in Gefahr. Das mag unser Ego gar nicht.

Deshalb ist es wichtig, zu erkennen, dass du nie deine Gedanken bist.

Frage dich bei all den Gedanken, die dir an einem Tag begegnen, wer diese Gedanken denkt und ob dieser Jemand sie bewusst gewählt hat. Wenn die Antwort NEIN lautet, schaue dir die Gedanken an, die dir bewusst werden. Triff eine Entscheidung darüber, ob du diese Gedanken wirklich zu Ende denken willst.

Einen Spiegel zur Hilfe nehmen

Erkennst du deine Gedanken nicht, schaue dir an, wie du andere Menschen in ihrem Scheitern bewertest.  Auch wenn das unangenehm ist, achte auf das, was du nicht ertragen kannst – ganz besonders Gefühle von Neid, Widerwillen oder Ärger. Hier findest du die Spur zu deinen eigenen Programmen. Ist es Neid, geht es darum, warum du selbst nicht das haben kannst, was dieser Mensch hat. Geht es um Widerwillen oder Ablehnung gegenüber einer Schwäche, ist es genau diese Schwäche, die du dir nicht erlaubst. Ist es Ärger über das Was und Wie dieser Mensch Erfolg hat, schau dir deine Werte an und finde einen positiven Weg, deine Werte zu leben.

Der Schmerz des nicht gelebten Lebens kann kostbar sein, wenn du ihn zu nutzen weißt. Er macht dich auf etwas aufmerksam, was du ohne ihn nicht erkennen würdest. Schaue ihn dir an, ohne dich oder andere dafür zu bewerten.

Erlaube dir, das ganze Thema bis in den letzten Winkel auseinander zu nehmen. Horche währenddessen auf die Ratschläge anderer, die dich so richtig in Rage bringen und achte dabei auf deine Gedanken. Denn diese bringen dich deiner gelebten Geschichte – also den tiefer liegenden Gedanken – ganz nahe.

Glaubenssysteme  erkennen

Disziplinieren wir unser Denken und bleiben wahrnehmend darauf, erkennen wir behindernde Gedanken schneller. Das gelingt etwas durch Meditation oder auch durch assoziatives Schreiben. Eine andere Möglichkeit ist, Murmeln bei negativen Gedanken von der rechten in die Linke Tasche wandern zu lassen – und bei positiven Gedanken umgekehrt zu verfahren. Dabei tauchen manchmal Gedanken auf, die eher kindlicher Natur sind. Meist stammen sie auch aus dieser Zeit.

Aus dieser Zeit stammen Sätze, wie…

  • Du bist nicht so wichtig.
  • Steht mir das zu?
  • Schaffe ich das?
  • Ich kann das nicht.
  • Das wird doch eh wieder nichts.

Das sind nur ein paar mögliche Gedanken, die deinen Erfolg sabotieren können. Es gibt unendlich viele dieser Sätze. Jeder einzelne ist eine Entscheidung, die irgendwann einmal Sinn gemacht hat. Wer sich diese Sätze nicht bewusst macht, versäumt die Möglichkeit, diese überholten Entscheidungen zurückzunehmen und dem Leben eine glücklichere Richtung zu geben.

Hier ein Beispiel mit einer Variation einer der genannten Fragen

Ich schaffe das nicht (alleine).

Stelle dir vor, dieser Satz wäre in dir aktiv. Was meinst du, wie dein Leben mit diesem Satz aussehen würde?

  • Wie wird er sich fühlen?
  • Wie wird er an Herausforderungen herangehen?
  • Wie frei wird er sich in seinem Handeln und in seinen Entscheidungen fühlen?
  • Wie groß werden seine Schritte sein?
  • Wird er seine Ziele spielend leicht erreichen?

Du kannst dir bei ähnlichen Glaubenssätzen diese Fragen ebenfalls stellen. Es ist erhellend zu erkennen, dass wir einem einzigen Satz soviel Macht über unser Lebengeben.

Selbstsabotierende Gedanken aufspüren

Du kannst etwas verändern, wenn du dir deine selbstsabotierende Gedanken bewusst machst. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn es dir schwer fällt Gedanken aufzuspüren, kannst du dich auch deine Gefühle zur Hilfe nehmen.

Hier ein paar Beispiele, um ihnen auf die Spur zu kommen:

  1. Schaue dir dein Leben an. Nun gebe diesem Leben eine Überschrift.
    Bitte sei ehrlich dabei. Es geht bei dieser Übung mehr um das, wie du es erlebt hast, als darum, dich gut dastehen zu lassen.
  2. Gehe ein bisschen mit der Frage schwanger:
    Wo habe ich mich sehr angestrengt, konnte aber mein Ziel bisher nicht erreichen? Wie fühlt sich das an und warum glaube ich, dass das so gekommen ist.
  3. Beende einen der folgenden Sätze mehrmals aus dem Gefühl heraus:
    Wenn ich ab sofort glücklich/erfolgreich (oder etwas anderes, was du gerne wärst) wäre, befürchte ich…
  4. Beende den Satz: Ich habe schon öfters gedacht, dass ich nicht … sein darf/kann.

Ich bin mir sicher, dass eine erwähnten Möglichkeiten sabotierende Gedanken an die Oberfläche bringt.

Bedauern erlauben

Wenn du mit Glaubenssätzen arbeitest, kann Bedauern auftreten. Verbiete dir diese Gefühle nicht. Sie sind wichtig, damit du die Auswirkungen deiner Gedanken auf dein Leben realisierst. Gleichzeitig erkennst du deinen Irrtum und die Gründe, wie es dazu gekommen bist. Das hilft dir, damit in Frieden zu kommen und gleichzeitig eine neue Richtung einzuschlagen.

Wie du mit einem solchen Gefühlen umgehen kannst, habe ich in dem Beitrag Gedanken sind nicht die Realität beschrieben. Bitte bewerte dich nicht für deine Gedanken. Es sind Entscheidungen, die irgendwann einmal Sinn gemacht haben. Wenn sie heute keinen Sinn mehr machen, erlaube dir die Gefühle, die mit dieser Erkenntnis verbunden sind. Triff dann eine neue Entscheidung.

Bedauern ist heilsam und kann der Beginn einer Veränderung sein. Es regt uns zum Mitgefühl mit uns selbst an. Ich weiß, Selbstmitleid ist nicht besonders angesehen in unserer Gesellschaft. Meiner Meinung nach ist dieses emotionale Nachempfinden der Auswirkungen auf unser Leben jedoch ein wichtiger Schritt, um frühere Entscheidungen zurücknehmen zu können.

Gedanken verändern

Selbstvorwürfe nähren das alte Glaubenssystem. Mache dir bewusst, dass du nichts von all dem gewusst hast. Die Gedanken waren unter der Oberfläche da. Du hast nichts davon mitbekommen. Sie waren dir gänzlich unbewusst.

Es ist unsinnig, sich für etwas schuldig zu fühlen, was nicht bewusst war. Klick um zu Tweeten

Du wusstest es nicht besser. Stelle dir vor, dass du dich die ganze Zeit in einer Box befunden hast, in der es nur begrenzte Möglichkeiten gab. Weil du mit dem Gedanken komplett identifiziert warst, konntest du keine andere Perspektive einnehmen. Nun bekommst du die Möglichkeit, aus der Box herauszusteigen und aus einer neuen Perspektive in deine Box zu schauen. Aus dieser Perspektive erkennst du, was all die Jahre für dich unsichtbar war.

Erst jetzt kannst du tatsächlich die Verantwortung für den Gedanken übernehmen!

Wenn du befürchtest, dass du diese Gedanken dadurch nicht loswirst, kann dich beruhigen. Sobald ein Gedanke bewusst ist, kannst du nicht so weitermachen, wie zuvor. Hierbei unterstützend wirkt The Work von Byron Katie.

Fazit

Die Gedanken mit den größten Auswirkungen auf unser Leben sind uns nur selten bewusst. Eigenverantwortung setzt da ein, wo wir einen solchen Gedanken bewusst wahrnehmen. Es ist heilsam, sich die Auswirkungen eines bisher unbewussten Gedankens anzuschauen. Für mich ist das die beste Prävention für sabotierende Gedanken. Wenn ich einmal in vollem Umfang verstanden habe, welche Auswirkungen ein Gedanke auf mein Leben hat, kann ich ihn nicht weiter denken.

An dieser Stelle habe ich erstmals eine echte Wahl.

Welche Wahl triffst du?

Bleib wahrnehmend…

Claudia

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2 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Claudia,

    wieder ein ganz wundervoller Artikel von dir! Der Satz: „Ein einziger Gedanke kann dir das ganze Leben versauen!“ hört sich zunächst vielleicht dramatisch und dennoch ist es so. Unsere Gedanken einfach so spazieren gehen zu lassen damit sie tun und lassen können, was sie wollen, funktioniert so nicht. Vielen Dank, dass du mit deinem Artikel dieses Thema aufgreifst, so dass wir alle unsere Gedanken mal wieder auf den Prüfstand stellen dürfen.

    Liebste Grüße und bis bald,
    deine Carina

    1. Danke, liebe Carina,

      das stimmt. Es hört sich wirklich dramatisch an aber wenn es um das Glück geht (oder sonst etwas Wichtiges), kann es das auch wirklich sein. Zumindest habe ich das bei dem ein oder anderen Gedanken so erlebt 🙂 Freut mich, dass es Dir gefallen hat.

      Ganz liebe Grüße
      Claudia

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